Haldensleben l Noch sind es sieben Monate Zeit, bis Haldensleben in ein großes Jubiläumsjahr startet. 2016 jährt sich die urkundliche Ersterwähnung der Stadt zum 1050. Mal. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich bereits jetzt schon Gedanken zu machen, wie das Jubiläum würdig begangen werden kann.

Die Fäden dafür laufen im Rathaus zusammen - zum Einen in der Abteilung Stadtmarketing, zum Anderen in der Kulturabteilung. "Wir haben schon viele Ideen entwickelt und auch von Dritten zusammengetragen, damit wir ein Grobkonzept aufstellen können", sagt Lutz Zimmermann, Leiter der Marketingabteilung. Schließlich müsse die Verwaltung auch finanziell für 2016 planen, meint er. Dieses Grobkonzept ist bereits vom Ausschuss für Kultur, Soziales, Sport und Schule auf deren jüngster Zusammenkunft am vergangenen Dienstag abgesegnet worden.

Historisches Szenenfest im Park Althaldensleben

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten soll die Stadthistorie stehen. "Natürlich wollen wir in diesem Rahmen Haldensleber Geschichte vermitteln", so Zimmermann weiter. Dazu soll es Anfang Juni 2016 ein historisches Szenenfest im Althaldensleber Teil des Landschaftsparks geben. Die Zeitreise im Bereich der Wallanlagen beginnt in der Hünenzeit und endet bei Bürgermeister Otto Boye. Darüber hinaus sind unzählige Einzelveranstaltungen vorgesehen, die das ganze Jahr über stattfinden und von Kabarett bis zu Theateraufführungen reichen. Selbst die Sommermusikakademie wird dabei mit eingebunden.

Ebenso das Altstadtfest, das im kommenden Jahr zum 25. Mal gefeiert wird. "Wir wollen es aufwerten, aber geschichtlich nicht überfrachten", so die Vorstellung von Kulturabteilungsleiterin Renate Schmidt. Vorgesehen sind eine Lasershow zur Keramikgeschichte sowie Einzelbeiträge von Vereinen.

Auch den alljährlichen Umzug wird es zum Altstadtfest geben. "Ein historischer Bezug wäre da natürlich wünschenswert", sagt Schmidt. Sie weiß aber auch: "Den Festumzug zur 1000-Jahr-Feier von 1966 werden wir wohl nicht toppen können." Damals war das 1000-Jährige komprimiert in einer einzigen Festwoche gefeiert worden, deren Höhepunkt ein historischer Umzug bildete, der zahlreiche Facetten der Stadtgeschichte beleuchtete. Und damals, das war noch die DDR. "Alle Betriebe und Vereine wurden schon zwei, drei Jahre vorher von oben verpflichtet, sich an diesem Umzug zu beteiligen. Das wollen und können wir heute aber nicht mehr machen", sagt die Abteilungsleiterin.

Gestaltungswettbewerb für Logo, Plakat und Programm

Um das Stadtjubiläum auch entsprechend plakativ illustrieren zu können, planen Zimmermann und seine Mitarbeiter einen Gestaltungswettbewerb, der in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden soll. Gesucht werden dabei ein Logo sowie ein Plakat für die 1050-Jahr-Feier und ein Cover für das Programmheft.

Allein steht die Stadtverwaltung mit den Vorbereitungen für das Jubiläum im kommenden Jahr nicht da. Um den Feierlichkeiten Leben einzuhauchen, haben bereits mehr als 50 Akteure - Privatpersonen, Vereine, Einrichtungen, Kirchengemeinden und Unternehmen - ihre Unterstützung und ihr Mitwirken zugesagt.