HoheBörde (car) l Eine Premiere hat die zeitgleiche Internetübertragung ins Irxleber Rathaus erlebt. Per Chat konnten die Zuhörer aus der Hohen Börde nach dem live verfolgten Vortrag an den Staatssekretär Klaus Klang Fragen richten. Und sie luden ihn auch gleich zu einem für den Herbst geplanten öffentlichen Seniorenforum ins Rathaus Hohe Börde ein. Klang sagte via Internet sofort zu.

So wird sich die Hohe Börde auch Ende des Jahres mit jenen Thesen auseinandersetzen, die Klaus Klang den 700 Zuhörern in Chemnitz zuvor erläutert hatte. Vor allem geht es den Senioren um die von Klang favorisierte Zukunftsvision "Sachsen-Anhalt: Vom Kernland deutscher Geschichte zum Zukunftslabor des erfolgreichen Wandels".

Der Grund: Den Osten Deutschlands wird der demografische Wandel früher als den Westen treffen. Angesichts der vorgestellten abzusehenden Entwicklung hat das Land ein Acht-Punkte-Handlungskonzept entwickelt. Zu dieser Strategie gehören unter anderem die Gewinnung von Fachkräften und die Nutzung der Potenziale der Senioren sowie die Absicherung der Versorgung der Alten in ihrem gewohnten Lebensumfeld, ein langfristiger Erhalt moderner und demografiefester Schulstandorte sowie die Förderung des lebenslangen Lernens. Die sich abzeichnende Abwanderung junger Frauen stoppen und dafür Haltefaktoren stärken sind weitere Herausforderungen.

Die Zukunft der Gesellschaft hängt Klang zufolge auch von ihrer Familienförderung ab. Ebenso gehört die Stärkung der solidarischen Bürgergesellschaft zur Strategie der Daseinsvorsorge. Diese ist die Gemeinde Hohe Börde mit ihrem Freiwilligen-Netzwerk "Engagement-Drehscheibe", dem Seniorenbeirat und Jugendbeirat bereits vor Jahren angegangen.

Klaus Klang warnte davor, bei der Demografievorsorge die Generationen voneinander getrennt zu betrachten und getrennt zu fördern. Altersmischung von Wohnquartieren, das Miteinander aller Altersgruppen stärkt das Lebensgefühl. Dafür Voraussetzungen zu schaffen, sei eine Herausforderung, deren Lösung sich lohne.