Bagger graben ihre Schaufeln in den Boden, ein Presslufthammer dröhnt: In der Bahnhofstraße laufen die Bauarbeiten auf vollen Touren. Anfang Juni soll bereits der zweite Abschnitt an der Reihe sein. Die Gesamtkosten für den Ausbau schätzt die Stadt auf 890000 Euro.

Haldensleben l "Es gab kurze Beeinträchtigungen wegen des Sturms und weil jemand über ein Wochenende die Pumpen zur Grundwasserabsenkung abgestellt hatte. Aber wir liegen voll im Zeitplan", erklärt Axel Bergmann vom Bauamt der Stadt. "Die neuen Hauptleitungen für Gas und Wasser sind verlegt. Jetzt können wir uns ganz auf den Straßenbau konzentrieren."

Wenn alles gut läuft, soll der erste Abschnitt zwischen Alstein- und Gerikestraße bis Sonnabend, 20 Juni, komplett ausgebaut sein. Die Kosten hierfür werden voraussichtlich bei rund 390 000 Euro liegen. Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Denn kurz bevor der erste Bauabschnitt fertig ist, soll es zwischen Gerikestraße und Jungfernstieg bereits weitergehen. "Die Ausschreibungen laufen", verrät Axel Bergmann. Als Starttermin für den zweiten Abschnitt ist Montag, 8. Juni, anvisiert.

Dann arbeitet die Stadt nicht nur mit den Stadtwerken zusammen, wie beim ersten Bauabschnitt, sondern auch mit dem Abwasserverband "Untere Ohre". "Der Verband wird zunächst einen neuen Mischwasserkanal verlegen", erläutert Axel Bergmann. Anschließend erneuern die Stadtwerke die Trinkwasserhauptleitung und die Hausanschlüsse. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, sind Straße und Gehwege an der Reihe. Die bisherigen Parkplätze bleiben erhalten, sollen aber als gepflasterte Parktaschen von der Fahrbahn abgesetzt werden. Laut dem zuständigen Stadtplaner Thorsten Ritter vom Planungs- und Ingenieurbüro Ritter-Schaub-Wilke liegt die Fahrbahnbreite anschließend bei 6,50 Meter.

Auch die bisherige Straßenbeleuchtung wird erneuert. Die Lampen sollen künftig abwechselnd auf beiden Straßenseiten stehen. Die Grünfläche an der Ecke Jungfernstieg wird laut Axel Bergmann umgestaltet. Dabei soll der Trampelpfad auf der Rückseite verschwinden. Die Grünanlage selbst bleibt bestehen und wird umrahmt, eventuell durch ein Rautengitter. Gesprächsbedarf gibt es noch wegen einer Baumgruppe auf der Nordwest-Seite der Straße. Diese befindet sich auf einem Privatgrundstück und hat mit ihren Wurzeln die Gehwegplatten angehoben. Laut Axel Bergmann bereits hat der Eigentümer bereits selbst einen Antrag zur Fällung der Bäume gestellt. Allerdings stehen sie unter Naturschutz. Daher wird der Stadtrat vermutlich auf seiner nächsten Sitzung über eine mögliche Sondergenehmigung beraten. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt werden auf voraussichtlich 500 000 Euro geschätzt. Bis zum 23. Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

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