Irxleben l Die Standesbeamtin Birgit Blancke hatte alle Hände voll zu tun. Die "Heiratswilligen" standen bei ihr wahrlich Schlange, wollten mit dem "Ja" und dem Anstecken eines schmucken Ringes bekräftigen, dass sie Freunde fürs Leben sein möchten.

Die "Heiratswilligen" gehörten zu den 170 Mädchen und Jungen, die aus den Kindereinrichtungen aller 14 Ortschaften der Hohen Börde ins Rathaus kamen. Sie wollten sehen, was die Bürgermeisterin Steffi Trittel und ihre Mitarbeiter hier tun. Derartige Schnuppertage für die Jüngsten der Gemeinde sind inzwischen schon zu einer guten Tradition geworden. Und so erhielt auch diesmal jeder eine bunte Besucherplakette und einen Besucherplan für den Gang über die Amtsflure.

Doch nicht nur im Standesamt erwartete die Knirpse Spannendes. So erfuhren sie in der Kämmerei bei Daniela Kühner und Chefkämmerin Uta Saager, wie viele Hunde es in ihren Heimatdörfern gibt und warum die Gemeinde Hundesteuern verlangt. Wissen über ihre Heimat konnten sie im großen Rathaussaal unter Beweis stellen. Verwaltungsmitarbeiterin Ivonne Schwienhagen berichtete hier über Tiere der Heimat, über Bäume, Pflanzen und Tiere, die auf dem Lande zwischen Schrote und Bebertal wachsen und gedeihen. Auch das touristische Aushängeschild der Hohen Börde, die Bebertaler Veltheimsburg, erkannten die kleinen Besucher auf Anhieb.

Bürgermeisterin Steffi Trittel holte die Mutigsten auf ihren Amtssessel und packte das Amtssiegel zum Probieren aus. Laptop, Handy, PC und Telefon nahmen die jungen Besucher genau unter die Lupe. Und Steffi Trittel antwortete mit viel Geduld auf die Fragen der munteren Besucherschar. Mancher Bub konnte sich sogar vorstellen, später einmal selbst Bürgermeister zu werden.

Nach interessanten, aber genauso anstrengenden Rathausterminen erfrischten sich die Kinder im Rathausfoyer an der Saftbar, bevor es mit neuem Elan auf die Hüpfburg ging, die die Bauhofmitarbeiter vorm Rathaus aufgebaut hatten. Und im Rathaus wird unterdessen vielleicht schon dem nächsten Schnuppertag entgegengesehen. Schließlich ist Kinderlachen Zukunftsmusik.

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