Wer in diesem Jahr Landessieger beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird, bleibt bis zum 29. August noch geheim. Bülstringen ist als Kreissieger aus dem Landkreis Börde dabei und hat sich am Donnerstag einen Vormittag lang einer Jury präsentiert.

Bülstringen l Jede Menge zu sehen gab es am Donnerstag für die Jury zum 25. Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Die Gemeinde Bülstringen hatte sich als Kreissieger im vergangenen Jahr für den Landeswettbewerb qualifiziert und bestens auf den Besuch der Kommission vorbereitet.

Bülstringens Bürgermeister Klaus-Dieter Garitz, sein Stellvertreter Sven Fahrenfeld, Ratsmitglieder und Vertreter von Vereinen und Institutionen begaben sich gemeinsam mit Holger Mühlisch als Vertreter des Landratsamtes sowie Johannes Wesselmann, Klaus-Dieter Kagelmann, Elke Neuling, Saskia Luther und Falko Holz auf Erkundungstour.

Johannes Wesselmann umriss zu Beginn, worum es der Jury geht: Bestehen kann, wer über funktionierende Dorfgemeinschaften verfügt, die sich gemeinsam den Herausforderungen der Zeit stellen.

Viele schöne Ecken sind in den vergangenen Jahren in Bülstringen hinzugekommen, Bestehendes wurde aufgehübscht, komplettiert oder erneuert. Sei es auf dem Friedhof, an und auf der Kanalpromenade, am Törner See, am Trimm-dich- und Fitnesspfad, am Begegnungszentrum, der Heimatstube oder rund um den Lindenplatz. Das alles ist eingebettet in die Natur im Jahreslauf. viel Grün, blühende Beete und Straßenbegleitanlagen säumen die Fahrbahnen vielerorts. Vor Friedhof zeigte sich die Jury angesichts seiner ordentlichen Herrichtung und Pflege ebenso begeistert wie von der Platanenallee entlang des Mittellandkanals.

Gemeindeberater Ullrich Schmidt stellte im Klubraum, der von der Gemeinde vor drei Jahren grundsaniert worden ist, die Bauleitplanung der Gemeinde. Dabei spielte auch die wirtschaftliche Entwicklung eine Rolle, ebenso wie die Ausweisung von zwei Wohngebieten in der Siedlung und Am Törner See.

Klaus-Dieter Garitz konnte viel erzählen vom bürgerschaftlichen Engagement der Bülstringer, die zum Beispiel alle zwei Jahre gemeinsam das Bülstringer Kürbisfest auf die Beine stellen, das mittlerweile im Oktober viele tausend Besucher anlockt und durch die Straßen flanieren lässt.

Freizeit- und Heimatverein, Sportverein, Senioren, Kirche und nicht zu vergessen die freiwillige Feuerwehr sind kulturelle Pfunde, mit denen Bülstringen wuchern kann.

Mit dem rund zweistündigen Programm, das mit einem Imbiss und einem Abschlussgespräch im Landhaus Gabriel zu Ende ging, hatte die Gemeinde einen repräsentativen Einblick in Geschichte, Gegenwart und Zukunft gegeben.

Ob sie damit letztendlich punkten kann, wird sich erst am 29. August zeigen, wenn im altmärkischen Diesdorf bekanntgegeben wird, welche Orte Sachsen-Anhalt auf Bundesebene vertreten dürfen. bis zum 8. Mai jedenfalls ist die Bewertungskommission noch im ganzen Land unterwegs, um die 16 ausgewählten Orte für den Landeswettbewerb zu bereisen.