Die Türen weit geöffnet hatte die Lebenshilfe Ostfalen und freute sich über die zahlreichen Besucher. Unter dem Motto "Kirchstraße bunt bewegt" hatten das Ambulant Betreute Wohnen, die Frühförderung sowie der Familienunterstützende Dienst der Lebenshilfe Ostfalen geladen.

Haldensleben l Lebenshilfe-Geschäftsführer Bernd Schauder eröffnete zusammen mit dem Stadt-Dezernenten Henning Konrad Otto das "Hinterhoffest" mit Einblick in die verschiedenen Einrichtungen. Der Geschäftsführer gab einen kurzen Überblick über die Stationen der Lebenshilfe und die Zusammenführung auf dem Gelände der Kirchstraße. Auch blickte er bei seiner Eröffnung in die Zukunft der Lebenshilfe. "Geplant ist eine betreute Wohnschulung, um das selbstständige Leben zu fördern", sagte Schauder.

Henning Konrad Otto war vor allem begeistert von dem italienischen Flair, der sich in den Hinterhöfen der Stadt Haldensleben verbirgt und betonte, dass es wünschenswert ist, durch solche Aktionen auch dort Leben einziehen zu lassen. "Seit nun 25 Jahren ist der Verein segensreich in der Region präsent. Die Stadt war auch sehr dankbar, als die Lebenshilfe kurzfristig für die Kinderbetreuung eingesprungen ist, als es Schwierigkeiten im EHFA gab", sagt Otto.

Anschließend waren die Einrichtungen der Lebenshilfe zur Besichtigung für die Besucher geöffnet. Aber auch für das leibliche Wohl war im Hof gesorgt mit Möglichkeiten zum gemütlichen Sitzen und Austauschen.

In den Räumlichkeiten der Frühförderung fiel ein großes, buntes Bild auf. Hier hatten acht Kinder der Frühförderung mit sieben Pädagogen sowie einer Mutter unter der Betreuung der Künstlerin Hora Burk ein gemeinsames Projekt gestaltet. "Uns war es wichtig, dass alle gleichwertig an diesem Bild beteiligt sind", erklärte Annette Lischka-Müller, Teamleiterin der Frühförderung. Orientiert haben sie sich dabei an dem Künstler Keith Haring, dessen Credo es war, dass Kunst erlebbar sein sollte. "Jeder hatte sein eigenes Feld, die Felder fügten sich schließlich zusammen wie ein großes Puzzle", erklärt Hora Burk die Komposition des Bildes.

Die Clowns vom "Theater Herzsprung" begleiteten die Besucher beim Rundgang und führten am Nachmittag eine kleine Show für die Gäste auf."Im Vordergrund der Veranstaltung steht aber vor allem die Kommunikation zwischen uns und den Besuchern", sagte Annette Lischka-Müller.

1999 wurde das Wohnheim in der Kirchstraße bezogen. 2013 folgte die Frühförderung. Das Ambulante Betreute Wohnen und der Familienunterstützende Dienst mit dem dazugehörenden Freizeittreff für Menschen mit besonderem Hilfebedarf komplettieren seit diesem Frühjahr die Lebenshilfe in der Kirchstraße.

Der Verein Lebenshilfe Bördekreis feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und ist Gesellschafter der Lebenshilfe Ostfalen. "Daher sind im Verlauf des Jahres immer wieder kleinere Aktionen geplant", sagt Anneliese Wolff vom Verein Lebenshilfe Bördekreis.