Dutzende Luftballons sind am Freitag von Hermsdorf aus in den Himmel gestiegen. Sie sollten am Ende eines abwechslungsreichen Projekttages den europäischen Gedanken der Grundschüler in die Ferne tragen.

Hermsdorf l "Wir hatten einen ganz tollen Projekttag heute und wollen nun unseren Europagedanken in die Ferne schicken, in der Hoffnung, dass wir einen Brieffreund finden, dem wir von den tollen Erlebnisssen erzählen können", fasste die Schulleiterin der Hermsdorfer Grundschule, Katrin Zimmermann, zusammen. Vor ihr warteten 146 Grundschüler, um ihre Luftballons endlich loslassen zu können. An jedem Ballon baumelte eine Postkarte, die die Schüler im Laufe der Woche beschriftet hatten.

Denn die Erst- bis Viertklässler haben gemeinsam mit den Pädagogen die Europawoche genutzt, um sich mit den verschiedenen Ländern zu befassen. "Ich habe meinen Kindern in der ersten Klasse beispielsweise erklärt, dass es in Europa so ist wie in einer Klasse - nur viel größer", blickte Katrin Zimmermann zurück. Jeder habe eine andere Kultur und trotzdem sei man in Europa vereint und die Stärkeren würden den Schwächeren helfen. Themen wie Hilfe und Toleranz spielten dabei immer wieder eine große Rolle.

Das über die Woche Gelernte konnte am Freitag beim abschließenden Projekttag noch einmal gefestigt werden. Zunächst ging es um Spaß und Spiel an acht verschiedenen Stationen. Jede Station vermittelte ein Stück der Kultur eines Landes. So wurde zum Beispiel an der Station "Frankreich" der Eiffelturm nachgebaut oder an der Station "Österreich" das Walzertanzen gelernt und Kaiserschmarrn zubereitet. An der Station "Dänemark" konnten die Kinder ihre Fantasie ausleben und mit Legosteinen berühmte Bauwerke nachbauen. "Wir haben bei den Aufgaben auch einige Talente entdeckt", freute sich die Schulleiterin. Und natürlich durfte auch das Kinderschminken nicht fehlen, so dass auch am Ende des Tages noch viele Kinder stolz die Flaggen auf ihren Wangen präsentierten. Das Aufteilen in jahrgangsübergreifende Gruppen hat sich bewährt und kam gut an. Die älteren Schüler haben den jüngeren geholfen. "Alle haben sehr viel Spaß gehabt", erklärte Katrin Zimmermann, die aber auch weiß, dass der ganze Projekttag erst durch die Unterstützung von Sponsoren sowie helfenden Eltern und Großeltern zu dem geworden ist, was er war.

Wissen und Geschick der Grundschüler stellte nach dem Stationsbetrieb auch der Kinder-Unterhalter Andy Trillhase auf die Probe. Während seines Programms begaben sich die Kinder auf eine abwechslungsreiche und aufregende Reise quer durch Europa. Sie erfuhren jede Menge Wissenswertes über den Kontinent und seine Menschen. Unterstützung erhielt er durch Noah aus der vierten Klasse, der sich in den Österreicher Andreas Gabalier verwandelte und so singend für den krönenden Abschluss des Programms sorgte.