Bleiben die Sporthallen in Bregenstedt und Erxleben in den langen Ferien, wenn kein Schulbetrieb herrscht, geschlossen? Der Erxleber Gemeinderat erörterte diese Frage aufgrund einer notwendigen Neuausschreibung der Hallenreinigungen.

Erxleben l Eine Schließung der Sporthallen in Bregenstedt und Erxleben während der Ferienzeiten hat der Gemeinderat von Erxleben während seiner jüngsten Sitzung diskutiert. Hintergrund ist die Kündigung des Reinigungsvertrages für die Hallen durch das bislang damit beauftragte Unternehmen.

"Wir haben nun die Aufgabe, einen neuen Anbieter zu suchen, und für die geplante Neuausschreibung sollten wir uns vorab über die Konditionen verständigen", sagte Bürgermeister Gerhard Jacobs (CDU).

Wenn beispielsweise die Schulferienzeiten nicht bedient werden müssen, sind die Konditionen natürlich etwas anders auszuschreiben als bei einer durchgehenden Reinigung. Dabei könnte die Gemeinde Erxleben Kosten sparen und den ohnehin schon arg angespannten Haushalt etwas entlasten.

Zu bedenken sind jedoch die unterschiedlichen Voraussetzungen an den beiden Standorten. So werde in den Ferien in der Grundschule in Bregenstedt auch eine Hortbetreuung angeboten. Der Hort wiederum nutzt die Halle gern zu sportlichen und spielerischen Angeboten für die Kinder. Insbesondere bei Regenwetter bietet die Halle eine sehr gute Ausweichmöglichkeit, damit die Kinder sich trotzdem ausreichend bewegen können.

Die Sporthalle in Erxleben hingegen wird in den Ferien nicht von der benachbarten Ganztagsschule "Albert Niemann" genutzt. Dort gibt es aufgrund der Altersstruktur der Kinder ab Klasse 5 keinen Hortbetrieb. Gerhard Jacobs schlug vor, dass bei einer einmaligen Belegung während der Schließzeit zum Beispiel für ein Turnier die Sportler selbst für die Wiederherstellung von Ordnung und Sauberkeit verantwortlich zeichnen müssten.

"Aber wir müssen das auf jeden Fall vorher mit den Vereinen abstimmen", sagte Gemeinderat Burkhard Kuthe (SPD). Denn in jedem Fall müsste die anschließende Reinigung sichergestellt werden. Sicher sei das in begrenztem Maße auch machbar, aber wer solle das koordinieren, wer kontrollieren.

"So eine Schließzeit ermöglicht mal Reparaturmaßnahmen außerhalb des Hallenbetriebes", gab Gemeinderat Eckhard Münster (Feuerwehr) zu bedenken.

Ratsmitglied Manfred Jacobs (Pro Uhrsleben) räumte ein, dass die Reinigung der Fußböden in so einer Sporthalle speziell und schwierig sei. Das einem Verein zu überlassen, hält er für bedenklich. Auch hinsichtlich der Vereinsarbeit müsse es zuvor genaue Abstimmungen geben. Schließlich gebe es auch Abteilungen in den Sportabteilungen die den Sommer über keine Pause einlegen und regelmäßig weitertrainieren wollen.

Der Rat verständigte sich nun zunächst auf eine Abstimmungsrunde mit den betroffenen Vereinen.