Haldensleben l Einen Einblick in ihre Angebote der fachschulischen Aus- und Weiterbildung hat am Sonnabend die Fachschule für Landwirtschaft in Haldensleben gegeben. Beim Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte die Schule und das angeschlossene Internat ansehen, sich über die Inhalte der Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten und Lernbedingungen verschaffen. Angesprochen waren vor allem junge Leute, die kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung stehen oder sie bereits abgeschlossen haben und sich weiterbilden, qualifizieren möchten.

Dafür bietet die Fachschule verschiedene Möglichkeiten: entweder in Vollzeit, oder auch berufsbegleitend über drei Winter, was gerade in den grünen Berufen verbreitet sei, so Fachschulleiter Michael Springer.

Angeboten werden Ausbildungen zum staatlich geprüften Wirtschafter für Landwirtschaft, darauf aufsattelnd zum staatlich geprüften Betriebswirt sowie die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker für Landwirtschaft - verbunden mit der Hochschulreife.

Etwa 100 Schüler lernen aktuell an der traditionsreichen Fachschule in Haldensleben an den beiden Standorten Marienkirchplatz und Bornsche Straße. Beide Standorte haben angeschlossene Internate und eine moderne Ausstattung.

"Die Chancen für die Absolventen der Fachschule sind derzeit exzellent. Betriebe suchen händeringend Fachleute", weiß Michael Springer. In einigen Betrieben stehen jetzt und in naher Zukunft Betriebsübergaben an. Daher habe sich die Fachschule auf die Fahnen geschrieben, Unternehmerpersönlichkeiten zu entwickeln. Der große Vorteil der Ausbildung an der Fachschule sei die Nähe zur Praxis. Denn einen Abschluss gibt es nur, wenn die Absolventen auch ein Jahr in der Praxis gearbeitet haben - entweder vor der Ausbildung oder währenddessen. "Die theoretische Ausbildung hier baut auf die praktische Erfahren auf. Hier gibt es quasi die Fortbildung für die ,Macher`", so Michael Springer.

Einen genauen Blick in die Einrichtung und die Inhalte der Ausbildung warf am Sonnabend auch Benjamin Gräfe aus Wittenberg. Der 19-Jährige steckt gerade im dritten Lehrjahr zum Landwirt und möchte in Haldensleben nun die Fachschule besuchen, wie er sagt. Von dem, was er gesehen und gehört hat, war er angetan. Sein Entschluss steht fest, er möchte sich in der Rolandstadt weiter qualifizieren lassen, um bessere Berufschancen zu haben.