Was in Wieglitz derzeit über die Bühne geht, ist eine umfangreiche Kirchensanierung. Ende August diesen Jahres soll das Projekt vollendet sein und das Gotteshaus als Schifferkirche wieder eingeweiht werden.

Wieglitz l Der Innenraum der Wieglitzer Kirche ist Baustelle pur. Fenster werden eingebaut. Gerüste sind schon wieder abgebaut. In der Luft liegt ein Geruch von Staub und Farbe. In der Kirche wird noch einige Wochen lang kein Gottesdienst stattfinden können. Noch haben hier Bauleute und Planer das Sagen.

Im Februar fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Inzwischen ist allerhand passiert. Die Decke im Kirchenschiff ist wieder geschlossen und isoliert. "Wir sind gut im Zeitplan. Alle Handwerker sind sehr fleißig. Es geht zügig voran", sagt Angelika Huchel, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates in Wieglitz. "Bis jetzt ist alles gut gelaufen", bestätigt auch Planer Berthold Heinecke. "Besonders froh sind wir darauf, dass es jetzt in der Kirche eine Toilette und eine kleine Teeküche gibt. Das ist wichtig für die Besucher der Veranstaltungen", sagt Astrid Leischwitz, stellvertretende Vorsitzende der Kirchgemeinde.

Bei der Beratung können Planer Heinecke und die Baureferentin Berit Möhring gemeinsam mit Astrid Leischwitz und Angelika Huchel noch interessierte Besucher begrüßen. Hans-Georg Schulze, langjähriger ehemaliger Vorsitzender des Gemeindekirchenrates in Wieglitz, begutachtet mit seiner Frau Elfriede und mit Nachbar Günter Redlich das Baugeschehen in der Kirche. Zur nächsten Beratung sind sie wieder eingeladen, denn bis dahin sind sicher die neuen Kirchenfenster schon eingebaut. Neugierig schauen sich auch Benny Arlt und Jacob Engler in der Kirche um. "Nach einer Fahrradtour am Kanal habe ich, als Oma von Benny, die beiden Jungs mal mit in die Kirche genommen. So können die Kinder mal sehen, wie fleißig die Handwerker schon waren", sagt Angelika Huchel und zeigt auf den neuen Fußboden.

Fördermittel für den Umbau gibt es vom Amt für Flurneuordnung und Forsten. "Wir erhalten diese finanzielle Unterstützung, um unser Gotteshaus im Innenbereich zu sanieren und nach Abschluss der Baumaßnahmen auch für das Gemeindeleben im Ort zu öffnen", sagt Astrid Leischwitz.

Allerdings reicht die Summe nicht ganz aus. Einige unvorhersehbare Schäden gilt es im Zuge der Baumaßnahme zu beseitigen. Um Spenden zu sammeln, wurden schon Fensterteile symbolisch vergeben. Bis jetzt sind von den etwa 1600 Fensterteilen symbolisch 600 an Paten vergeben worden.

"Wir bitten also um Spenden, damit wir auch noch die Turmuhr mit einem elektrischen Uhrwerk versehen können", sagt die Vorsitzende und ergänzt: "Wie immer sind wir für große und kleine Spenden sehr dankbar. Neben den symbolisch zu erwerbenden Fensterteilen können auch Kanalschiffe, hergestellt aus dem alten nicht mehr benötigten Holzgeländer aus der Kirche, gegen eine Spende erworben werden." Bis zum 31. August sollen die Arbeiten vollendet sein und der Neueinzug vonstatten gehen. Dann wird der Traum, die Schifferkirche am Kanal für alle zu öffnen, Wirklichkeit.

Wer das Vorhaben weiter unterstützen möchte, kann spenden bei der KD-Bank Dortmund. Kontoinhaber ist der evangelische Kirchenkreisverband Magdeburg; Konto: 1552299015; BLZ: 35060190; IBAN: DE403506 01901552299015 und BIC: GENODED1DKD; Verwendungszweck: Spende Kirche Wieglitz.

 

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