Zielitz (bst) l Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat am Mittwoch 19 Mitglieder von Grubenwehren mit dem Ehrenzeichen ausgezeichnet. Die Ehrung nahm er im Auftrag des Bundespräsidenten im Kaliwerk Zielitz vor.

Das Grubenwehrenehrenzeichen nimmt unter den Auszeichnungen des Bundespräsidenten eine Sonderstellung ein. Es ist die einzige, die einem Berufsstand vorbehalten ist. Die Auszeichnung wird sowohl als Anerkennung für eine langjährige aktive Tätigkeit in den Grubenwehren oder auch für einzelne Rettungstaten verliehen.

Der schmucke Knappensaal in mehr als 700 Metern Tiefe bildete einen würdigen Rahmen für die Ehrung. Die Bergmannskapelle Zielitz spielte auf. Der Ministerpräsident hatte seine Bergmannstracht angelegt, "ich bin seit elf Jahren Ehrenbergmann".

Haseloff würdigte die ehrenamtliche Arbeit der Grubenwehrmitglieder, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit immer bereit sind, bei Havarien oder Unglücksfällen Menschen zu retten oder Gefahren zu beseitigen. "Mit ihrer gewissenhaften Pflichterfüllung, ihrer Einsatzbereitschaft und ihrem Mut geben die Mitglieder der Grubenwehren unserem Gemeinwesen ein Beispiel. Ohne Grubenwehr ist ein moderner Bergbau undenkbar." Dann ehrte er 19 Grubenwehrmitglieder aus Zielitz, Bernburg und Morsleben mit dem Ehrenzeichen.

Martin Westphal, Leiter des Kaliwerkes Zielitz, hatte zuvor die Gäste begrüßt. "Unser Werk ist übertage so groß wie eine Kleinstadt, untertage hat es die Ausdehnungen von Magdeburg", informierte er.

Grubenwehroberführer Dirk Weinreich bedankte sich im Namen aller Ausgezeichneten "für die Wertschätzung unserer Tätigkeit, die eine harte Ausbildung und eine hohe Einsatzbereitschaft erfordert".