Stimmung ist toll, Frühstück schmeckt und der Gerstensaft fließt - das ist die Bilanz des Rätzlinger Schützenfestes. Gerlinde Reich aus der Kolonie/Mieste und Klaus-Peter Hartwig aus Oebisfelde sind die Majestäten 2015. Mit einem Festumzug haben sich das Schützenvolk und ihre Freunde präsentiert.

Rätzlingen l Die Spannung stieg, als beim Schützenfest die Namen der Majestäten verkündet wurden. Unschlagbar hatten Gerlinde Reich und Klaus-Peter Hartwig ins Schwarze getroffen und ihre Konkurrenz hinter sich gelassen. "Einen Trick habe ich beim Schießen nicht - nur eine ruhige Hand und gute Augen sind nötig. Und einen guten Tag muss man erwischen", erklärte Gerlinde Reich. "Ja, Glück gehört auch dazu. Das Schöne am Rätzlinger Verein ist das familiäre Miteinander und der Zusammenhalt", ergänzte der Oebisfelder, der seit vier Jahren zum Rätzlinger Schützenvolk gehört.

Mit Schießscheiben und der Ehre, die schweren Königsketten tragen zu dürfen, wurden die Majestäten für ihre treffsicheren Künste ausgezeichnet. Als Fahnenträger hielt Torsten Lemke aus Rätzlingen die Stange samt Banner hoch.

Ralf-Peter Segeler, Vorsitzender des Rätzlinger Schützenvereins, war nach einer Krankheit noch nicht wieder ganz auf dem Posten. Und trotzdem saß er am Frühstücks- tisch und begrüßte die Gäste auf der Terrasse des Vereinshauses. Der Schützenverein, der 1991 gegründet wurde, hat knapp 30 Mitglieder. "Ich bin stolz auf unseren Verein. Jeder, der Lust auf Geselligkeit hat, ist bei uns willkommen. Besondere Fähigkeiten sind nicht notwendig. Nur der Spaß am Schießsport und an der Gemeinschaft ist wichtig", sagte Segeler. Der Vereinsvorsitzende und seine Frau Hannelore würden sich darüber freuen, wenn im nächsten Jahr doch noch mehr Bewohner des Ortes das Fest besuchen.

"Ganz gut besucht war der Familiennachmittag, den unsere Schützen organisiert hatten. Es ist eine tolle Sache für Rätzlingen, einen so engagierten Verein zu haben", sagte Rätzlingens Ortsbürger- meister Wilhelm Behrens und wünschte dem Vereinschef eine baldige vollständige Genesung.

Trotz des geselligen Beiein- anders am Vorabend und der somit kurzen Nacht waren am Morgen fast alle Grünröcke wieder pflichtbewusst zum Festumzug angetreten. Die Musiker der Schalmeienkapelle aus Wassensdorf gaben den Takt an.

Janett Segeler vertrat ihren Vater, den Schützenvereinsvorsitzenden. Seite an Seite führte sie mit Behrens den Umzug an. Freunde aus den Vereinen aus Flechtingen, Erxleben, Velsdorf, Wegenstedt, Oebisfelde und Rickensdorf schlossen sich den heimischen Schützen an.

Zu den Gästen gehörten Brandschützer, Angler und Mitglieder des heimischen Reitvereins. Die Feuerwehrleute sicherten als "Schutzengel" den Umzug ab.

Nach dem Festumzug gab es ein Beisammensein unter der überdachten Terrasse. Sehr gut besucht war das Frühstückessen. Wie gut, dass die Gastgeber genügend Portionen Wurst nach Hausmacherart zur Stärkung bereitgestellt hatten.

Für die musikalische Unterhaltung im Festzelt sorgten die Musiker der Bläservereinigung Hörsingen. Die treffsicheren Gastgeber bedankten sich mit einem dreifachen "Gut Schuss" bei allen Sponsoren und Freunden des Vereins.

 

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