Wie Pirat Rasmus Rotbart können die Kinder jetzt am Flechtinger Radberg in See stechen. Auf dem Spielplatz entstand dank vieler Sponsoren ein hölzernes Piratenschiff mit allerlei Spiel und Bewegungsmöglichkeiten.

Flechtingen l Wer war schon mal hier und hat das Schiff ausprobiert? Auf diese Fragen schossen mehr als die Hälfte der Arme sofort in die Höhe. Die Mädchen und Jungen aus dem Flechtinger Kinderstübchen spielen gern auf dem Spielplatz am Radberg, erst recht, seitdem das hölzerne Piratenschiff seine Anker im weichen Sand am Schloss-See ausgeworfen hat.

Möglich wurde das Ankern dank zahlreicher Sponsoren, die die Gemeinde Flechtingen gewinnen konnte, um den Spielplatz weiter mit Leben zu erfüllen.

"Was Sie hier sehen, ist eine Investition in die Zukunft, in die Zukunft unserer Kinder", sagte Flechtingens Bürgermeister Dieter Schwarz (FUWG). "Und Sie alle haben dazu beigetragen, deshalb gebührt Ihnen heute unser ganz besonderer Dank", so das Gemeindeoberhaupt.

Als familienfreundliche Gemeinde bemüht sich Flechtingen stets um neue Ideen und Anregungen für die Gestaltung des Lebensumfeldes. So konnte sie im vergangenen Jahr den Demografiepreis Sachsen-Anhalt in Sachen Familienfreundlichkeit für sich in Anspruch nehmen. Doch die damit verbundenen Mittel reichten nicht aus, um das stolze Piratenschiff in Flechtingen in See stechen zu lassen. Deshalb wurde nach Sponsoren gesucht.

Rockwool-Werkleiter Mathias Klein, Median-Klinik-Verwaltungsleiterin Sarah-Ann Remy, NNG-Geschäftsführer Uwe Werner, TUST-Geschäftsführer Bernd Sengstock und Waltraud Boenigk von der Stiftung der Kreissparkasse Börde ließen es sich deshalb auch nicht nehmen persönlich beim symbolischen Banddurchschnitt anwesend zu sein.

Neben dem Piratenschiff, das übrigens noch namenlos ist, aber bestimmt noch getauft werden kann, wurde noch eine kleine, gelb leuchtende Holzpyramide aufgebaut. Sie ist das Ergebnis der Fanta-Spielplatzinitiative, an der sich im vergangenen Jahr zahlreiche Flechtinger und Auswärtige mit ihrem Votum für Flechtingen beteiligt hatte. Da es nicht für einen vorderen Platz gereicht hatte, wurde die Piratenschiff-Initiative überhaupt erst geboren. Darum gibt es nun gleich zwei neue Spielgeräte am Radberg.

Flechtingen gehört zu den wenigen Orten im Land Sachsen-Anhalt, die seit der Wende keine Einwohner verloren, sondern zugelegt haben. Waren es vor rund 25 Jahren 1400 Einwohner sind es heute rund 1800 Einwohner, berichtete Dieter Schwarz nicht ohne Stolz. Das sei unter anderem ein Verdienst der Infrastrukturpolitik. Neue Wohngebiete, eine sanierte Kindereinrichtung, Grundschule und eben auch Naherholungsmöglichkeiten hätten sich positiv auf die Bevölkerungsentwicklung ausgewirkt.

Bilder