Vier nigelnagelneue Audi Q5 sorgen dafür, dass die kassenärztlichen Bereitschaftsärzte innerhalb von 15 Minuten bei ihren Patienten im ganzen Landkreis sind. 150000 Euro hat der DRK-Kreisverband Börde für die Einsatzfahrzeuge investiert.

Haldensleben l In allen vier Teilen des Landkreises Börde sichert der DRK-Kreisverband den Fahrdienst für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst ab. "Wir waren dafür bereits im Bereich Wolmirstedt zuständig. Im Oktober 2014 sind nun auch die Gebiete Haldensleben, Oschersleben und Wanzleben hinzugekommen", sagt Claudia Pose, Assistentin des DRK-Kreisvorstandes. Der Fahrdienst war von der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeschrieben worden, und der DRK-Kreisverband Börde hat den Zuschlag bekommen.

Um die gesetzte Vorgabe, dass der Bereitschaftsarzt innerhalb von 15 Minuten beim Patienten sein muss, erfüllen zu können, hat der Kreisverband 150 000 Euro investiert. Und zwar in vier neue Audi Q5 - einen für jeden Standort im Landkreis. "Weil es Einsatzfahrzeuge sind, konnte uns Audi in Ingolstadt auch finanziell entgegenkommen", so Vorstandsvorsitzender Ralf Kürbis.

Nachdem die Fahrzeuge von einer Spezialfirma in Schönebeck ihrem Einsatz entsprechend ausgerüstet wurden, sind sie am Montag dem Fahrdienst offiziell übergeben worden. "Die Autos sind fachgerecht ausgestattet", versichert Kürbis. An Bord befinden sich unter anderem ein Defibrillator, ein Notfallrucksack, ein EKG sowie Medikamente.

Jeweils zwei Fahrer - die Vollzeitstellen wurden extra für den Fahrdienst geschaffen - sichern die Bereitschaft an den vier Standorten ab. "Sie sind entweder Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten, die den Arzt dann im Einsatz auch unterstützen können", erklärt Claudia Pose. Bei einem Einsatz holen die Fahrer den zuständigen Bereitschaftsarzt von zu Hause ab und fahren ihn innerhalb einer Viertelstunde zum Patienten.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist allerdings nicht mit dem Notarzt zu verwechseln, der beispielsweise bei Unfällen zum Einsatz kommt. Die Kassenärzte, sprich die Hausärzte im gesamten Landkreis, haben einen eigenen Bereitschaftsdienst, den sie außerhalb ihrer eigentlichen Sprechzeiten absichern. Sie können unter der kreisweit einheitlichen Rufnummer 116 117 angefordert werden. "Die Anrufe gehen bei der Rettungsleitstelle des Landkreises ein und werden von dort aus entsprechend auf den Bereich, in dem der Patient Hilfe benötigt, verteilt", schildert Claudia Pose die Vorgehensweise für den Einsatz des Bereitschaftsarztes.

"Es ist eine gute Entscheidung gewesen, diesen Bereitschaftsdienst einzuführen", resümiert auch Landrat Hans Walker (CDU) bei der Fahrzeugübergabe. Und er freut sich darüber, dass der DRK-Kreisverband Börde den Zuschlag für den Fahrdienst erhalten habe. "Das ist doch auch ein Zeichen für die Qualität seiner Arbeit", meint Walker.

Und immerhin hat sich der Fahrdienst bereits bewähren können: Seit dem 1. Oktober 2014 haben die acht Mitarbeiter schon um die 4000 Einsätze absolvieren müssen.