Mit einem bunten und fröhlichen Spektakel hat die Grundschule "Gebrüder Alstein" den Europatag gefeiert. Zu den Ehrengästen gehörte unter anderem Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht.

Haldensleben l Mit dem "Kleinen Karussell", einem Klavierstück zu sechs Händen, eröffneten Florentine Dörmer, Chiara Brömse und Leonie Blaschke das Programm. Anschließend folgte der Einmarsch, zu dem Schüler auf Flöten die Europahymne spielten.

Mit dem Festakt wurde zugleich die jährlich stattfindende Europawoche eröffnet. Denn schließlich ist die Einrichtung eine Europaschule. Die Aula war bei der Feier prall gefüllt. Mit dabei waren unter anderem Steppkes aus der Kita Rappelkiste sowie Bewohner der Asylunterkunft in der Hafenstraße. Sie absolvieren bei der ebenfalls anwesenden Jutta Helmecke, der ehemaligen Leiterin der Alstein-Schule, einen Deutschkurs.

Zum Thema Flüchtlinge erklärte der amtierende Schulleiter Michael Blaschke: "In Haldensleben sieht es ziemlich bunt aus. Und genauso bunt ist es heute in unserer Aula." Es sei eine "schöne Tradition, dass zum Anfang unserer Europawoche immer die vierten Klassen das Programm gestalten. Und es ist eine genauso schöne Tradition, dass Herr Stahlknecht immer mit dabei ist."

Im Mittelpunkt des Programms stand eine musikalische Reise durch Griechenland. "Denn es muss schließlich mehr geben, das Griechenland zu bieten hat, als Schulden", so Michael Blaschke. So lernte eine Familie von Reisemäusen das Land als Wiege der Philosophie kennen. Gleichzeitig besuchten sie antike Stätten wie etwa die Akropolis oder das Orakel von Delphi. Nicht zuletzt erfuhren die Reisemäuse viel über die griechische Lebensart und Gastfreundschaft.

Zum Abschluss tanzten die Kinder Sirtaki, wobei sich auch Holger Stahlknecht und Haldenslebens stellvertretender Bürgermeister Henning Konrad Otto nicht lange bitten ließen. "Ich komme jedes Jahr gern. Denn ihr macht wirklich ein super Programm und könnt stolz darauf sein. Ein wunderschöner Tag", bedankte sich der Minister. "Ich bin stolz, dass wir in Haldensleben eine solche Schule haben, die jedes Jahr so eine Woche auf die Beine stellt. Und ich bin begeistert, mit welcher Freude ihr das macht", schloss sich Henning Konrad Otto an.

Nach dem Ende des Programms ließen die Kinder auf dem Schulhof Luftballons in die Höhe steigen. An jedem befand sich eine Postkarte. Darauf geschrieben waren Grüße an Europa und die Bitte um Antwort. Als weiteren Anklang an Griechenland servierten einige Schüler währenddessen Tzatziki und Fladenbrot.

Zu guter Letzt hatten die Kinder bei einer Diskussionsrunde die Gelegenheit nachzuforschen, wie die Arbeit eines Ministers beziehungsweise eines stellvertretenden Bürgermeisters aussieht. Darüber hinaus erkundigten sich die Schüler auch nach dem Leben der Asylbewerber.

Zum weiteren Programm der Europawoche gehörten unter anderem Projekte zu verschiedenen Ländern sowie ein Treffen der Europaschulen in Magdeburg.

   

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