Rundum zufrieden sein können die Flechtinger Mühlenfreunde. Ihr Fest zum Deutschen Mühlentag fand bei den Besuchern Anklang, wurde von vielen einheimischen und vor allem auch auswärtigen Gästen genutzt.

Flechtingen l Mit einer neuen Ausstellung mit Modellbaufahrzeugen verschiedener Art und einem Wetter nach Maß konnte der Flechtinger Heimat- und Mühlenverein sein Mühlenfest am Montag erfolgreich über die Bühne bringen.

Der Strom der Besucher begann bereits, als die Vereinsmitglieder und ihre Helfer noch am Aufbauen ihrer Stände waren. Die Bänke unter de zahlreichen bunten Sonnenschirmen füllten sich zusehends.

Mit dem Duo Klatschmohn aus Oebisfelde hatte der Verein zum zweiten Mal eine gute Wahl getroffen, denn die beiden Musiker wussten mit ihrer abwechslungsreichen Unterhaltung zu begeistern.

Würste, belegte Brote, Kuchen und allerlei Getränke sorgten dafür, dass die Gäste gut versorgt waren und das Mühlenfest nicht so schnell wieder verließen. Außer, um an stündlichen Schlossführungen teilzunehmen, in denen Klaus Pieper seine Zuhörer an der wechselvollen Geschichte der Flechtinger Wasserburg teilhaben ließ. Die neue, von ihm vorbereitete Ausstellung unter dem Dach der Mühle betreute an diesem Pfingstmontag Stefan Sachs.

Er ist ebenso ein Modellbaufreund wie Klaus Pieper und hatte einen Teil seines Fundus dafür zur Verfügung gestellt. Besuchern erzählte der Haldensleber gern von seinem Hobby. Angesteckt von seinem Vater Franz entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für die kleinen Boote, Flugzeuge, Panzer und Autos. Für eines seiner Prunkstücke, erzählte Stefan Sachs, ein Zeesboot aus dem 19. Jahrhundert habe er von 1981 bis 1983 gebraucht. Das stolze Segelboot entstand auf Planken aus Rotbuche und wurde von ihm im Maßstab 1:50 erbaut.

Viel zu tun gab es eine Etage tiefer für die Betreuer des Schlossladens. Immer wieder mussten sie Fragen beantworten oder konnten einige ihrer Angebote als Souvenirs verkaufen. Das funktionstüchtige Wasserrad drehte sich unaufhörlich, und auch im Inneren konnten die Besucher die von den Mühlenfreunden grundüberholte Technik in Augenschein nehmen.

Kultureller Höhepunkt des Nachmittages wurde der Auftritt der "Crazy dancer" aus Schackensleben und der "Crazy little Cowboy boots" aus der Rottmersleber Grundschule. Die Line-Dancer vermittelten musikalisch und tänzerisch einen Hauch vom Wilden Westen und bezogen auch ihr Publikum mit ein, in dem sie sich einige Gäste einluden, mit ihnen gemeinsam einige Schritte zu üben und in einem Tanz umzusetzen.

   

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