Ronald Adams ist und bleibt Ortswehrleiter von Vahldorf. Er erhielt in der Jahreshauptversammlung mehrheitlich das Vertrauen. Zur Wahl des ersten Mannes der Vahldorfer Blauröcke hatten sich 16 der 19 aktiven Einsatzkräfte im Spritzenhaus in der Bauernstraße eingefunden.

Vahldorf. Burkhard Schröter rückte an die Stelle des Stellvertreters. Auch seine Wahl fiel eindeutig aus. Allerdings kann er vorerst nur kommissarisch in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen werden. "Er muss noch die entsprechende Qualifizierung für die neue Funktion absolvieren", erklärte Daniela Baars, Leiterin der Ordnungs- und Sozialverwaltung der Gemeinde Niedere Börde.

Baars spornte auch die übrigen Wehrmitglieder mit Blick auf ihr jugendliches Alter an, ihren Ausbildungsstand zu erhöhen. Vahldorf sei durch die Nähe zur Bundesstraße 71, die Bahnstrecke Magdeburg-Haldensleben, den Kanalhafen und die Ansiedlung eines Betriebes der Lebensmittelbranche (Käserei) eine Ortschaft mit Risikopotential.

"Die Vahldorfer Wehr war einst eine gute Löschgruppe, und sie muss es wieder werden", brachte Baars zum Ausdruck. Gerd Wolff, Kopf der augenblicklich aus zwei Personen bestehenden Gemeindewehrleitung, ermunterte die Wehrangehörigen zur Erfüllung der jährlichen 40 Pflichtstunden in operativer Ausbildung.

Dabei ließe sich auch auf Wochenend-Ausbildungsangebote der Nachbar-Ortschaft Groß Ammensleben zurückgreifen. Viele Vahldorfer Kameraden seien die Woche über auf Montage, arbeiteten außerhalb des Ortes oder leisteten Schichtdienst, meinte er.

Ortswehrleiter Ronald Adams hatte sein Wiederantreten zur Wahl an die Bedingung geknüpft, dass die Kameraden ihre Beteiligung an den monatlichen Dienstabenden erhöhen. Ansonsten wollte er seine Funktion zur Verfügung stellen. In der Bilanz der abgelaufenen zwölf Monate konnte Adams eine Besserung der Situation konstatieren.

Im letzten Jahr steht für die aktiven Einsatzkräfte der Vahldorfer Wehr ein fünfmaliges Ausrücken zu Buche, drei Einsatzfälle hatten mit Verkehrsunfällen auf der Bundesstraße zu tun. Wie andere Wehren im Umfeld, hat auch die Vahldorfer das kulturelle Leben im Ort mitgestaltet. Sie ist tragende Säule für drei Veranstaltungen: das Osterfeuer, das Maibaumsetzen und das Dorffest. Für das Einbringen in das dörfliche Geschehen zollte die Bürgermeisterin der Gemeinde Niedere Börde, Erika Tholotowsky, den Wehrmitgliedern ausdrücklich Lob. Ortsbürgermeister Gerhard Jürges lud die Kameraden zur Mitgestaltung der 1075-Jahrfeier von Vahldorf im nächsten Jahr ein. Dazu werde es im Juni eine Festwoche mit Umzug geben. Wie schon zur 1050-Jahrfeier vor 25 Jahren sollte alte Feuerwehrtechnik im Umzug mit aufgefahren werden, so Jürges.

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