#NULL#Unter dem Motto "Mein Landkreis" hatte der Kreis- verband Börde des Kinderschutzbund zu einem Malwettbewerb aufgerufen. Kinder der Rätzlinger Schule wurden nun für ihre ideenreichen Bilder ausgezeichnet.

Rätzlingen. "Der Kinderschutzbund in Haldensleben ist eine Beratungsstelle für junge Familien. Wir bieten Hilfe bei allen Problemen und Sorgen, damit Kinder die Chance haben, gesund, kindgerecht und gewaltfrei aufzuwachsen", erklärte Sarah Kowar, Mitarbeiterin für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kinderschutzbund, den Mädchen und Jungen der 3. Klasse der Rätzlinger Schule.

Marlis Schünemann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes, entschuldigte Ralf Geisthardt, der eigentlich bei der Preisverleihung dabei sein wollte.

"Herr Geisthardt spricht heute als Mitglied des Ausschusses für Petitionen für unseren Kinderschutzbund. Es geht um eine Gesetzesvorlage, bei der behinderte Kinder gleich gestellt werden sollen. Aber diese Gleichstellung ist nur durch eine finanzielle Unterstützung für die Familien der behinderten Kinder möglich", betonte Marlis Schünemann und erklärte die Problematik an einem Beispiel von Müttern und Vätern der behinderten Kinder in Oebisfelde: "Diese Familien müssen unter anderem viel mehr Wegegelder zahlen, denn sie müssen oft zwei bis drei Mal in der Woche zum Arzt oder zu Therapien fahren."

Die engagierten Mitarbeiter des Kinderschutzbundes haben sich nun im Zuge des Aufbaus der Strukturen auch zum Ziel gesetzt, innerhalb des Kreises gemeinsam mit der Schule bestimmte Themen zu erarbeiten. Zu den Aktivitäten gehört der Malwettbewerb.

Spannend wurde es bei der Siegerehrung. Zu den Jurymitgliedern gehörte auch die pensionierte Leiterin des Haldensleber Alsteinklubs Martina Wiemers, die sich auch für den Kinderschutzbund engagiert. "Die Entscheidung fiel uns nicht leicht", gestand Marlies Schünemann. Den ersten Preis hatte Joel Centkowski gewonnen, der seinen Heimatort malte und sagte: "Ich wohne im Drömling. In Maschenhorst gibt es nur sechs Häuser." Er gewann ein Zimmergewächshaus. Den zweiten Platz, einen Experimentierkasten für das Entdecken von Salzkrebsen, bekam Laura Hecker, die das Schloss Hundisburg gemalt und von ihrem Besuch im Haus des Waldes erzählt hatte. Luca Malicke hatte das Waldstadion in Haldensleben gemalt, in dem er schon einmal beim Leichtathletikwettkampf auf dem Siegertreppchen stand. Er freute sich über den dritten Platz: Federballschläger. Leer ging kein Kind aus, denn Geschenke gab es für die ganze Klasse. Außerdem sind die Kinder am Dienstag zu einer Rolli-Runde eingeladen, um die Kreisstadt zu erkunden. Anschließend soll es ein gemeinsames Essen beim Kinderschutzbund am Waldring in Haldensleben geben.