Mit der Ehrengabe des Landrates für seine Verdienste um den Weferlinger Sport wurde am Sonnabend Joachim Krüger ausgezeichnet. Der völlig überraschte Jubilar hatte zum Reinfeiern in seinen 60. Geburtstag nach Hödingen eingeladen.

Hödingen/Weferlingen (cbo). Man sieht ihm seine 60 Jahre nicht an, und doch feierte Jo-achim Krüger gestern den Abschied von der 5 vor der 9.

Doch seine Fitness wundert nicht, wenn man weiß, mit welch großem Engagement sich Joachim Krüger seit Jahrzehnten für den Sport einsetzte und selbst noch aktiv ist.

In Eschenrode aufgewachsen, begann Joachim, den alle, die ihn kennen, übrigens nur "Abel" nennen, seine fußballerische Karriere in Hörsingen. Über die Stationen Behnsdorf und Ribbensdorf landete er schließlich in Weferlingen. Seit 1973 ist er Mitglied im Sportverein.

Mit der Wende wechselte der Fußballer zum Handballsport und steht dort seitdem - jetzt für den HC Weferlingen - erfolgreich zwischen den Torpfosten.

"Niemand glaubt ihm auf Spiellisten oder wenn er seinen Ausweis zückt sein Geburtsjahr", sagt schmunzelnd Jörg Stövesandt, der zweite Vorsitzende des HC Weferlingen, als am Sonnabend im Sportlerheim Hödingen zur Geburtstagsparty eingeladen worden war.

Für Joachim Krüger ist es selbstverständlich, nicht nur aktiver Sportler im Team zu sein. Er packt an, wo immer er gebraucht wird, fragt nicht groß nach, sondern organisiert und macht, was zu tun ist.

Deshalb wurde sein Engagement nun einmal völlig zurecht gewürdigt, finden seine Vereinskollegen und Freunde. Er erhielt aus den Händen des Vorsitzenden des Kreissportbundes, Ralf Geisthardt, die Ehrengabe des Landrates für besondere Verdienste um den Sport. Jörg Stövesandt ist es zu verdanken, dass die Auszeichnung übergeben werden konnte, denn er hatte den Antrag formuliert und eingereicht.

Dass "Abel" als Motorradfreund bei "Pro Racing" auch noch aktiv ist, wurde ihm zur Feier noch zum (spaßigen) Verhängnis. "Er wird heute noch sein blaues Wunder erleben. Wir haben speziell für ,Abel\' einen Rollator umgebaut. Den bekommt er jetzt von uns. Den Zündschlüssel seiner Maschine haben wir einkassiert", verrät lachend sein Motorsportfreund Jörg Stövesandt.