Landkreis Börde (mb). Im Landkreis Börde gab es vorgestern fünf Betrugsversuche mit dem so genannten Enkeltrick, berichtet ein Sprecher des Polizeireviers Börde. Personen im Alter von 61 bis zu 88 Jahren erhielten Anrufe, bei denen sich die Anrufer als Familienangehörige ausgaben, eine Notlage vortäuschten und größere Bargeldsummen verlangten. Durch aufmerksames Verhalten der Angerufenen und sofortige Maßnahmen der Polizei konnten die Geldübergaben verhindert werden, so dass kein Schaden entstand. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei geht davon aus, dass es möglicherweise weitere Geschädigte gibt, und bittet diese, sich bei der Polizei in Haldensleben unter (0 39 04) 47 80 zu melden.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei, misstrauisch zu sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die sie als solche nicht erkennen. In solchen Fällen sollten die Anrufer nach Dingen gefragt werden, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann. In solchen Telefongesprächen sollten keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden.

Angerufene sollten sich nicht vom Anrufer drängen oder unter Druck setzen lassen. Ratsam ist es, frühestens für den nächsten Tag einen Gesprächstermin zu vereinbaren und die Angaben zu überprüfen.

Bei einem Anruf mit finanziellen Forderungen sollte der Angerufene mit anderen Familienangehörigen Rücksprache halten.

Wer angerufen wird, sollte sich die Telefonnummer des Anrufers geben lassen und diese mit den bereits bekannten Nummern überprüfen. Die jeweilige Person sollte unter der lange bekannten Nummer angerufen werden, dabei sollte man sich den Sachverhalt bestätigen lassen. Die Polizei rät, niemals Geld an unbekannte Personen zu übergeben.

Wenn jemand eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt, sollte er sofort die Polizei verständigen. Dafür kann die Notrufnummer 110 genutzt werden. In solchen Fällen sollte auch Anzeige bei der Polizei gemacht werden.