Zur ersten Bürgersprechstunde trafen sich Vertreter von Polizei und Ordnungsamt am vergangenen Dienstag im Stadtteilbüro am Süplinger Berg. Zukünftig können die Anwohner am ersten und dritten Dienstag im Monat ihre Probleme bei den Verantwortlichen der beiden Institutionen vorbringen. Dadurch sollen Angelegenheiten unbürokratischer geklärt werden.

Haldensleben. "Beim Stadtteilrundgang am Süplinger Berg im Juni vergangenen Jahres wurde die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle von Polizei und Ordnungsamt für die Anwohner angeregt. Wir freuen uns, dass wir diesem Wunsch jetzt nachkommen können", erklärte Henning Konrad Otto, Dezernent der Stadtverwaltung, zur ersten Bürgersprechstunde am Süplinger Berg. Zukünftig werden an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat Vertreter der Polizei und des Ordnungsamtes der Kreisstadt von 17 bis 18 Uhr im Stadtteilbüro Waldring 113c ein offenes Ohr für die Probleme der Bürger haben.

"Ich bin ein Verfechter der bürgernahen Polizei und freue mich, dass wir den Wunsch der Anwohner trotz der angespannten Personalsituation realisieren konnten. Dadurch werden zum einen die Wege verkürzt, und zum anderen wird die Hemmschwelle, das Ordnungsamt oder die Polizei zu kontaktieren, gesenkt", sagte Polizeidirektor Armin Friedrichs, Leiter des Polizeireviers Börde.

Die Bürgersprechstunde soll den Charakter einer Anlauf- und Beratungsstelle haben. Für die Erstattung von Anzeigen ist auch künftig der Weg zum Polizeirevier notwendig. "Dadurch, dass sowohl Vertreter der Polizei als auch des Ordnungsamtes vor Ort sind, ist der gesamte rechtliche Rahmen abgedeckt. Probleme und Anregungen können somit schneller an die dafür zuständigen Institutionen weitergeleitet werden", so Otto.

Quartiermanager Kai Reichelt hofft, mit dem neuen Angebot noch mehr der rund 2 000 Anwohner des Wohngebiets am Süplinger Berg zu erreichen. Wenn sie mit den Ordnungskräften ins Gespräch kommen, können bereits viele Probleme aus der Welt geschafft werden, meint er. Sowohl Armin Friedrichs als auch Henning Konrad Otto versicherten, dass es für die Bürgersprechstunden personelle Kontinuität geben wird.

"Es war uns sehr wichtig, die Sprechstunde außerhalb der Regelarbeitszeit stattfinden zu lassen, damit möglichst viele Bürger das neue Angebot nutzen können. Am Süplinger Berg treten schon einmal Spannungen auf. Jetzt sind wir direkt vor Ort, um die auftretenden Probleme schnell und unbürokratisch zu lösen", merkte Armin Friedrichs an.

Die Sprechstunden des Quartiermanagers Kai Reichelt ändern sich nicht. Er ist weiterhin jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr im Stadtteilbüro zu erreichen und somit auch bei den neuen Bürgersprechstunden anwesend.