Zur Jahreshauptversammlung hatte die Freiwillige Feuerwehr Haldensleben ihre Kameraden am Freitag in das Gerätehaus eingeladen. Neben dem Jahresbericht für 2010 von Ortswehrleiter Frank Juhl gab es auch zahlreiche Beförderungen und Ehrungen.

Haldensleben. "Das Jahr 2010 begann mit sehr viel Schnee, der auch Aufgaben für die Feuerwehr mitbrachte. So mussten mehrere Sporthallendächer von Schneelasten befreit werden, damit ein geregelter Unterricht stattfinden konnte", berichtete Ortswehrleiter Frank Juhl in seinem Jahresbericht auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben.

Trotz des Austritts einiger Kameraden sei die Zahl der Einsatzkräfte stabil bei 35 Feuerwehrmännern geblieben. Bei den 32 Aus- und Weiterbildungsangeboten verzeichnete die Haldensleber Feuerwehr einen Anstieg der Teilnehmerzahl. "Unsere Stadt wächst und wächst, wodurch sich auch die Anforderungen an die Einsatzkräfte erhöhen. Deshalb ist es schön, dass unsere Kameraden sich an den Fortbildungsmaßnahmen beteiligen", sagte Juhl und erinnerte die Anwesenden an die Tagesausbildung in einer gasbefeuerten Brandübungsanlage auf dem Hermes-Betriebsgelände.

Insgesamt mussten die Haldensleber Kameraden im vergangenen Jahr 114 Mal ausrücken. Am 11. Januar musste ein zwei Meter langer Eiszapfen von einem Dach entfernt werden. Die personell größten Einsätze waren das eingestürzte Hallendach am Klinggraben in Haldensleben mit 22 Einsatzkräften und ein Flächenbrand in Hundisburg mit 20 eingesetzten Kameraden.

Einen Dank richtete der Ortswehrleiter an den Dezernenten der Stadtverwaltung, Henning Konrad Otto. "Herr Otto interessiert sich immer für unsere Belange, und egal, mit welchem Problem man auch an ihn herantritt, er versucht stets, das für die Feuerwehr sinnvollste Ergebnis zu erlangen".

Nach den Jahresberichten von Ortswehrleiter und Jugendwart standen traditionell die Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Bürgermeister Norbert Eichler konnte insgesamt 13 Beförderungsurkunden und sieben Anstecknadeln für langjährigen Dienst in der Feuerwehr überreichen. Im Anschluss dankte der Bürgermeister den Feuerwehrleuten für die gute Zusammenarbeit und versicherte, dass die Stadt die Arbeit der Feuerwehr auch in Zukunft nach Kräften unterstützen werde. "Offenheit und Ehrlichkeit innerhalb der Feuerwehr sind absolut vorbildlich. Zukünftig gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen, um noch mehr junge Menschen für die Brandbekämpfung zu begeistern", so Eichler.

Ein wichtiger Baustein dafür soll im Jahr 2011 der Tag der offenen Tür sein. Auch die Ausrüstung mit modernster Technik wird weiter vorangetrieben. Unter anderem soll Mitte des Jahres das neue Einsatzfahrzeug GW-L2 überreicht werden, und auch die Anschaffung eines TLF ist dank eines Fördermittelbescheids bereits gesichert.