Hundisburg (car). Ganz spontan hatten die Organisatoren von der Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg entschieden, den "Heimatkundlichen Stammtisch" vom Schlosscafé in den Festsaal im Mittelteil des Barockschlosses zu verlegen. Und die Überraschung war bestens gelungen. Beim Anblick der prachtvoll gestalteten Decke staunten die meisten. Einige hielten die Pracht mit dem Fotoapparat sogar im Bild fest.

"Sicher ist das nur eine Zwischenetappe", sagte Harald Blanke, Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Hundisburg. Dennoch zeigte sich Norbert Eichler, der als Bürgermeister die Stadt den Schlosseigentümer vertrat, sehr begeistert. Zum ersten Mal hat er die fertige Decke gesehen, ohne dass sie von Gerüsten verstellt war. Nach wie vor werde, so Eichler, aber noch Geld für die weitere Restaurierung des Schlosses gebracht. Es sei ein einzigartiges Kulturdenkmal, das es zu erhalten gelte.

Damit eine Kleinstadt solch ein Schloss aber auch unterhalten kann, müssen Menschen angelockt werden. Die Attraktionen, die es dazu braucht, sollen auch zukünftig zunehmen. So soll sich neben dem Festsaal die Bibliothek der Familie von Alvensleben ihren Platz finden. Die Ausstellung von Heinrich Apel soll ebenso erweitert werden.

Im Festsaal gehen die Bauarbeiten in Kürze weiter. Die Tür wird eingebaut, neue Heizungen aufgestellt, und der Fußboden soll wie früher eine Dielung bekommen. Im nächsten Jahr, so versprach der künstlerische Leiter Rolf-Dieter Arens, soll hier die Barock-oper aufgeführt werden.

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