Das Dach des ehemaligen Kindergartens in Elsebeck ist erst einmal repariert. Doch die Zukunft des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes ist noch ungewiss. Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake stellte bei der Sitzung des Bauausschusses mehrere Ausbauvarianten vor. Zur Debatte steht auch ein Komplettabriss.

Elsebeck/Calvörde. Von einem Vororttermin auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens in Elsebeck berichtete Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake bei der Sitzung des Bauausschusses, der am Dienstagabend in Calvörde tagte. "Gemeinsam mit Volker Preetz hatte ich mir am 4. Februar dieses Jahres das Gebäude angesehen. Das Gebäude befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand", beschrieb Schliep- hake und erklärte: "Wir kamen damals zu dem Ergebnis, dass Sofortmaßnahmen eingeleitet werden müssen, um einen größeren Substanzverlust vorzubeugen." Diese Maßnahmen seien inzwischen von den Männern des Bauhofes bereits erledigt worden. Es handelte sich um Instandsetzungsarbeiten am Dach und an der Kehle, der Verbindung vom Haupt- zum Flachdach des Nebengebäudes. Jetzt sei nach seiner Sicht eine Entscheidungsfindung für die weitere Verfahrensweise erforderlich.

Der Bürgermeister stellte mehrere Varianten vor. Zum einen liegt ein Projekt zur Komplettsanierung vor. Das beinhaltet den Umbau des Gebäudes zu einem Dorfgemeinschaftshaus und einem Bereich für ein Feuerwehrgerätehaus. "Dieses Projekt ist etwa zwei Jahre alt und umfasst einen Kostenrahmen von etwa 200 000 Euro", sagte Schliephake und meinte: "Das ist also eine sehr große Hausnummer. Wir waren uns einig, dass die Realisierung nur über eine entsprechende Förderung möglich ist." Gespräche habe es schon über eine eventuell mögliche Förderung durch das Leader-Programm gegeben.

"Wir haben aber auch über einen Plan B nachgedacht. Der wäre, das Objekt in einer abgespeckten Variante - also ohne Feuerwehrteil - als Dorfgemeinschaftshaus auszubauen. Aber auch diese Möglichkeit wäre ohne Fördermöglichkeit von der Gemeinde nicht zu schultern", meinte der Bürgermeister.

Die dritte Variante wäre ein Komplettabriss des Hauses und der Bau eines kleinen Dorfgemeinschaftshauses. Das wäre ein größerer Raum mit entsprechendem Nebengelass. "Das Haus könnte aus unserer Sicht auf einem Streifenfundament und in Holzbauweise oder einer ähnlichen Verfahrensweise entstehen", beschrieb der Bürgermeister. Er empfahl, dass sich die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses mit der Thematik befassen und im Laufe des Jahres zu einem Ergebnis kommen, um für Elsebeck eine Räumlichkeit für gesellige Veranstaltungen zu schaffen.