Die Schullandschaft im Landkreis Börde soll zum Schuljahr 2012/2013 um eine Evangelische Grundschule in Behnsdorf reicher werden. Um dieses Ziel voranzubringen, gründete sich am Mittwochabend der Förderverein "Evangelische Grundschule Behnsdorf".

Behnsdorf. 16 Frauen und Männer schlossen sich am Mittwochabend zusammen, um den Förderverein "Evangelische Grundschule Behnsdorf" zu gründen. Mit diesem Schritt erreichte die Arbeit der Initiativgruppe, die seit dem 1. September vergangenen Jahres regelmäßig zusammengekommen war, ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu einer Grundschule in Behnsdorf in freier Trägerschaft. "Denn ohne die Unterstützung vieler engagierter Leute geht es einfach nicht", sagte Matthias Spenn von der Initiativgruppe.

Viel Unterstützung hatte die Gruppe für ihr ehrgeiziges Vorhaben erfahren, im Schuljahr 2012/13 mit dem Schulbetrieb in einer Evangelischen Grundschule Behnsdorf zu beginnen. Die Mitgliedsgemeinde Flech- tingen begleitete den Prozess bisher ebenso wohlwollend wie die Verbandsgemeinde Flech- tingen. Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille kam selbst zur Gründungsveranstaltung, der Flechtinger Bürgermeister Dr. Dieter Schwarz ließ sich durch Abteilungsleiterin Kora Duberow, die in der Initiativgruppe mitwirkt, vertreten.

Matthias Spenn umriss noch einmal das Vorhaben und die Ziele. Ausgangspunkt war die Überlegung, die "Schule soll im Dorf bleiben". Die Schulentwicklungsplanung des Kreises, die Auslastung der bestehenden Grundschule und vor allem die Kommunalreform, nach der die Kinder aus den Orten Eschenrode, Hödingen und Hörsingen der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen künftig nicht mehr in Behnsdorf beschult werden sollen, brachten den Stein schließlich ins Rollen. Ohne diese Schüler kommt unweigerlich das Aus für die bestehende Grundschule.

In Christian Geyer, Vorstandsmitglied der Stiftung Bodelschwingh-Haus, fanden die Behnsdorfer einen engagierten Mitstreiter. Die Stiftung würde als Träger einer evangelischen Grundschule zur Verfügung stehen. Wenn allerdings noch ein Träger gefunden wird, der bereits Träger einer Grundschule ist und der damit die finanziellen Rahmenbedingungen in der Anfangszeit verbessern würde, sei das für ihn auch kein Problem, betonte Christian Geyer.

Bevor es schließlich zur Gründung des Fördervereins kam, stellte Matthias Spenn den Entwurf einer Satzung vor, ohne die der Förderverein seine Arbeit nicht aufnehmen könnte. Wie schwierig der ganze Prozess ist, konnte man an der Diskussion erkennen, die darüber ausgelöst wurde, wem das Vermögen des Fördervereins im Falle eines Auflösens zukommen soll. Während die Initiativgruppe bei der Ausarbeitung die Mitgliedsgemeinde Flechtingen favorisiert hatte, kam der Einwand von Eltern, dass dann all jene aus dem Einzugsgebiet der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen schlechter gestellt sein würden. Schließlich einigte man sich darauf, dass neben der Mitgliedsgemeinde zur Hälfte auch die Kirchengemeinde Behnsdorf davon profitieren soll, denn sie wirkt auch in Gemeinden wie Hödingen und Eickendorf, in Orten, die zur Stadt Oebisfelde-Weferlingen gehören.

Die 16 Gründungsmitglieder wählten aus ihrer Mitte einen fünfköpfigen Vorstand, der sich intern noch über die Vergabe der Funktionen einigt. Zu dessen ersten Aufgaben werden neben dem Bemühen um einen Eintrag im Vereinsregister des Amtsgerichtes Stendal das Bekanntmachen des Vorhabens und die Verteilung von Flyern in einem Umkreis von 20 Kilometern gehören.

Parallel zur Arbeit des Fördervereins wird die Initiativgruppe weiter an der Klärung grundsätzlicher Fragen und an der Beantragung des Schulbetriebes arbeiten. Der Behnsdorfer Ulf Müller, Mitglied im Gemeinderat von Flechtingen, berichtete, dass der Rat in seiner letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss zur Übertragung des Schulgebäudes in der Mainbergstraße im Falle der Aufnahme des Schulbetriebes getroffen habe.

Ziele und Inhalte der evangelischen Grundschule sind auch nachzulesen im Internet:

www.schule-behnsdorf.de

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