Walbeck. Ruhig plätschert die Riole an der Badestelle vorbei. Ein Schieber verhindert noch, dass die beiden Becken des "Allerstrandes" volllaufen können. Trotzdem herrscht schon emsiges Treiben am Ortsrand von Walbeck.

Jedes Jahr im Frühjahr kommen zahlreiche Walbecker zusammen, um ihre Badestelle für die Sommersaison flottzumachen. Seit 15 Jahren kümmern sich die Walbecker auf diese Weise um ihre sommerlichen Erfrischungsbäder selbst. Die Resonanz gibt ihnen Recht. Wenn es sommerlich warm ist, strömen nicht nur Einheimische zur Badestelle, sondern auch viele Bürger aus umliegenden Orten, selbst aus Niedersachsen. "Wir sammeln in jedem Jahr Spenden, um das Material für die notwendigen Arbeiten kaufen zu können", erzählt Ekkehard Wallbaum, einer von denen, die tüchtig zupacken. Was gemacht werden muss, erledigen die Männer und Frauen dann ehrenamtlich, um ihre Badestelle wieder nutzen zu können. Seit drei Jahren bemühen sich die Walbecker darum, dass die Wände des Beckens saniert werden. Steine, Zement und Kies werden dafür benötigt. "Wir wollen möglichst in diesem Jahr damit fertig werden", sagt Ekkehard Wallbaum und zeigt auf den Teil, der noch gemacht werden muss. Ein ehrgeiziges Ziel, doch gut zwei Drittel sind bereits mit einer neuen Pflasterung versehen.

Am Sonnabend, dem 16. April, soll es ab 9 Uhr einen weiteren Einsatz geben. Auf der anderen Beckenseite haben sich unterdessen Jugendliche mit Harken und Besen ausgestattet, um die bereits sanierte Wand von getrockneten Algen zu befreien. Dadurch, dass die Badestelle, die an der tiefsten Stelle immerhin drei Meter hinab geht, mit Frischwasser aus der Riole gespeist wird, ist das Wasser nicht nur kälter als anderswo, sondern auch nicht gechlort.

Auch junge Leute dabei

Da setzen sich zwangsläufig schon einmal Algen ab. Erst werden die Steine abgekratzt, dann mit dem Besen gereinigt. Eine mühsame Arbeit, wenn man die riesigen Flächen der Beckenwand sieht.

"Es ist wichtig, dass sich auch junge Leute engagieren", freut sich Ekkehard Wallbaum. Wer mitgearbeitet hat, der weiß, wie mühsam die Grundreinigung ist und achtet mehr darauf, dass nichts zerstört und vermüllt werde. Für das flache Kinderbecken wollen sich die Walbecker auch noch etwas einfallen lassen. Hier erwärmt sich das Wasser natürlich viel schneller, weil es lange nicht so tief ist, und die Algen wachsen dann auch schneller. "Vielleicht werden wir hier noch mit Kiessand auffüllen", meint Ekkehard Wallbaum, der gleich nebenan wohnt und die Badestelle gern mal nutzt.

Für Sonnabend wünschen sich die engagierten Walbecker, die sich größtenteils auch durch ihre Verbindung mit dem Sportverein an der Badestelle engagieren, wieder viele fleißige Helfer, um ihr Ziel zu erreichen. Und zwischendurch sorgen fleißige Muttis und Kinder sicher auch wieder für einen Pausen-imbiss.

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