Neuenhofe (bst). Am späten Nachmittag des vergangenen Donnerstags steckten bisher noch unbekannte Täter das Brennmaterial für das am 30. April geplante Neuenhofer Traditionsfeuer in Brand. "Eigentlich wollten wir in den kommenden Tagen das Material mittels Technik noch wenden, um eventuell auf dem Haufen liegendes behandeltes Holz und andere Materialien zu entfernen, die nicht in das Feuer gehören", erklärte der aufgebrachte Bürgermeister Hartmut Jahn.

Das auf dem Brennplatz gelagerte Holz war trocken. So, wie es das Umweltamt mit einem erneuten Hinweis auf die Verbrennordnung als Bedingung vorgab. Im vergangenen Jahr hatte das Amt das Abbrennen des Oktoberfeuers am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit nicht gestattet, weil zuviel behandeltes und nasses Brennmaterial auf dem Holzstapel war. Kurzfristig mussten Fackelumzug und Feuer abgesagt werden.

"Es ist ärgerlich, dass es immer wieder Bürger gibt, die sich nicht an gewisse Regeln halten. Sie verderben Kindern wie Erwachsenen den Spaß an diesen schönen Traditionen", ärgerte sich der Bürgermeister.

Bisher konnten die Brandstifter noch nicht ermittelt werden. Gemeinde, Verwaltung und Polizei hoffen auf die Unterstützung der Bevölkerung, damit man die Täter zur Rechenschaft ziehen kann.

Die Kameraden der Neuenhofer Feuerwehr waren kurzfristig zur Stelle und ermöglichten so ein kontrolliertes Abbrennen des Holzstapels. "Bei den Kameradinnen und Kameraden möchte ich mich hiermit nochmals herzlich für ihre Einsatzbereitschaft bedanken", so Hartmut Jahn, der darauf verwies, dass wegen des stark aufkommenden Windes, Funkenflug und einer enormen Rauchentwicklung in Richtung Dorf noch Kameraden nachgeordert werden mussten, die das Feuer schließlich ablöschten.

"Wir lassen uns aber nicht unterkriegen und werden am 30. April genügend Holz für das Traditionsfeuer aus dem Gemeindewald bereitstellen", betonte der Bürgermeister. Damit können Fackelumzug und das gemütliche Beisammensein am Feuer trotzdem stattfinden.