Haldensleben-dig muss einen guten Draht zu Petrus haben, denn die Leistungsschau Hupe und der Jacobimarkt zogen am Wochenende bei bestem Frühlingswetter zahlreiche Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung an: Bester Lohn für die Organisatoren und alle an diesem Festwochenende Beteiligten.

Haldensleben. Zigfach schallten die Hupen am Sonnabendvormittag über den Marktplatz. Autohäuser der Stadt hatten aufgefahren, was das Kundenherz begehrt. Die Hupe - "Hiesige Unternehmen präsentieren exklusiv" - war aber nicht nur etwas für Autoliebhaber.

"Wir drücken auf die Hupe", verkündete Christoph Krause, Vorsitzender der Initiative Haldensleben-dig, der gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Eichler symbolisch das rot-weiße Band zerschnitt und damit das große Festzelt frei- gab. Viele Unternehmen und Einrichtungen stellten sich hier vor.

Eichler verwies mit Stolz auf die gute wirtschaftliche Situation in der Kreisstadt. "Im vergangenen Jahr sind etwa 1000 Arbeitsplätze hinzugekommen. In diesem Zusammenhang ist von IFA, Hermes und Keramag die Rede, doch der Mittelstand hat genau so Anteil an der erfolgreichen Entwicklung", bekräftigte der Bürgermeister und sprach vom Geben und Nehmen. Mit der Hupe hätten die Unternehmen auch die Chance, sich breiter zu präsentieren.

Aufträge für Reparaturen und Sanierungen sollen an Firmen in der Region vergeben werden, stellte das Stadtoberhaupt fest. Mit rund 14 Millionen Euro für städtische Investitionen 2010 wurden auch Arbeitsplätze gesichert. Auch die Wohnungsbaugesellschaft setze auf regionale Firmen. Das alles trage auch dazu bei, dass der Arbeitsamtsbezirk Haldensleben "im Oktober des vergangenen Jahres mit 6,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt hatte." Und Eichler schlussfolgerte: "Das Geld, das hier verdient wird, soll auch hier ausgegeben werden."

Und dafür bot die Hupe jede Menge Anregungen. An den Ständen konnten sich die Besucher über Leistungen von Firmen, sozialen Einrichtungen, Krankenkassen, touristische Angebote in der Stadt und mehr informieren. Kerstin Weinrich von Haldensleben-dig hatte viele Firmen angesprochen und für die Teilnahme an der Hupe begeistert.

Und was Haldensleben auszeichnet, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und kulturelle Vielfalt, das dokumentierte auch die Messe. Mädchen und Jungen, die in der Musikschule Musikus lernen, eröffneten mit einem kleinen Programm den Sonnabend. Kurt Hegner hatte dafür einen Flügel zur Verfügung gestellt. Kinder konnten als Piraten verkleidet eine Geschichte aus dem "magischen Baumhaus" miterleben.

Am Stand der Volksstimme waren die historischen Postkarten mit Biber-Briefmarken gefragt, viele Besucher ließen sich aber auch für eine eigene Zeitungsseite ablichten. Das Foto wurde in eine vorbereitete Seite eingefügt, wenn es auch leider beim Druck der fertigen Seite im Zelt ein paar kleine Probleme gab.

Das Angebot für die Gäste am Wochenende war groß, und so waren die Besucher ständig in Bewegung zwischen Hagenpassage und Marktplatz. Auch der Bülstringer Torturm zog Gäste an, denn das Turmteam hatte darum gebeten, der Weule-Uhr im Turm zum 100. Geburtstag 100 Uhren zu bringen.

Viele Zuschauer feuerten die Akteure beim 6. Staffellauf am Sonntagvormittag lautstark an. 50 Kinder gingen an den Start für eine kleine Runde, und 40 Staffeln wetteiferten um den Wanderpokal, 16 Staffeln davon waren Kinder.

Die Stadtverwaltung war mit touristischen Angeboten vertreten. Astrid Seifert warb vor allem für den nächsten Höhepunkt. Am 1. Mai startet die Aller-Elbe-Spritztour, die auf vier Routen von Weferlingen, Wolmirstedt, Oschersleben und Wanzleben zum Ziel nach Hundisburg führt. Dort beginnt mittags ein großes Radlerfest. Selbstverständlich wiesen auch große Schautafeln auf die bedeutenden archäologischen Funde in der Gemarkung Haldensleben hin.

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