Fast eine Million Euro kostet der Ersatzneubau der Kindertagesstätte und des Hortes der "Spetzenpieper" in der Nähe der Schule in Wegenstedt. Am Mittwochnachmittag wurde Richtfest gefeiert. Die neue Einrichtung, die bis zum Jahresende fertig gebaut werden soll, bietet 65 Betreuungsplätze.

Wegenstedt. "2007 fing alles an, als Herr Reinecke mit dem Planen begann. Eine neue Kita musste her, da holte er sich einen Planer daher. Nach der Wartezeit war es soweit, die Bauarbeiter stehen bereit", reimte am Mittwochnachmittag Janina Bianco. Die Achtjährige trug ihre Verse zur Begrüßung der zahlreichen Gäste beim Richtfest des Ersatzneubaus der Kindertagesstätte und des Hortes in Wegenstedt vor.

"Vor zwei Wochen haben wir gerade den 60. Geburtstag der Kindereinrichtung gefeiert. Wir haben versprochen, dass wir die Kita nicht in Rente schicken. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass wir heute das Richtfest der neuen Tagesstätte begehen können", sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake und erklärte: "Wir haben ein Etappenziel erreicht. Das ist Grund zur Freude, denn heute sieht man auf der Baustelle schon, was es werden soll. Wir investieren hier für unsere Kinder und so auch für die Zukunft." Der Bürgermeister hieß unter anderem den CDU-Landtagsabgeordneten Ralf Geisthardt, Joachim Hoeft, Dezernent im Landkreis Börde, und Flechtingens Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille willkommen.

Vor mehr als drei Jahren beschloss der Wegenstedter Gemeinderat mit dem damaligen Bürgermeister Gerhard Reinecke an der Spitze den Bau der Kita. Am 29. Juli 2010 wurde der Fördermittelbescheid von der Staatssekretärin Beate Bröcker vom Ministerium für Gesundheit und Soziales offiziell übergeben. Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau betragen 926 000 Euro. Darin enthalten sind 741 100 Euro Fördermittel.

Nach altem Brauch brachten die Zimmerer die Richtkrone aufs Dach. Geschickt schlug Schliephake mit wenigen Schlägen symbolisch den letzten Nagel in den Dachstuhl. "Wir können heute tief durchatmen. Was begonnen wurde, wird auch fertig gestellt. Davon bin ich sehr überzeugt. Ein lang gehegter Wunsch geht so in Erfüllung", betonte Calvördes Bürgermeister. Er bedankte sich bei allen, die am Bau beteiligt waren.

"Ich habe schon eine ganze Menge von Richtfesten, Einweihungen und Sanierungen von Kindereinrichtungen mitgemacht", blickte Hoeft zurück. Er gestand: "Ich habe längst darauf verzichtet, mitzuzählen, wie viele es inzwischen im Landkreis, von Gröningen bis Oebisfelde, von Mahlwinkel bis ins Sülzetal hinein, waren. Aber das zeugt davon, dass Kinder eine hohe Wertschätzung im Landkreis und bei den Gemeinden haben."

Bis zum Jahresende soll der Ersatzneubau fertig gebaut sein. Dann können in der Einrichtung 15 Krippenkinder sowie 50 Kindergarten- und Hortkinder betreut werden.

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