Am traditionellen Fackelumzug am Vorabend des 1. Mai nahmen viele Mädchen und Jungen teil. Und auch ihre Eltern und Großeltern erfreuten sich am Maibaum und dem Maifeuer, das später entzündet wurde.

Von Julia Schneider

Haldensleben. Was den Haldenslebern zu Ostern durch die hohe Waldbrandstufe versagt geblieben war, holten sie am Vorabend des 1. Mai gebührend nach: Am Fackelumzug, der vom Postplatz aus über die Maschenpromenade zur Masche führte, nahmen zahlreiche Besucher teil. Angeführt wurde der Festzug traditionell vom Haldensleber Musikclub, der mit heiterer Marschmusik den Ton angab.

Ihm folgten sowohl die aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben als auch der Nachwuchs der Jugendwehr. Das Technische Hilfswerk war ebenfalls mit von der Partie, und wie immer ließen auch die Miglieder der Haldensleber Schützengilde und des Althaldensleber Schützenbundes es sich nicht nehmen, dabeizusein.

Die Kinder, die mit ihren bunten Laternen und Fackeln hinter den offiziellen Vertretern spazierten, wussten nach ihrer Ankunft auf der Haldensleber Masche sofort, wo sie sich einzufinden hatten: Hinter dem riesigen Festzelt, in dem das Haldensleber "DJ-Team Lutz & Marco" später zum Tanz in den Mai einlud, lag schon der Maibaum bereit. Unter den neugierigen Blicken von Groß und Klein machten sich dutzende Kameraden der Feuerwehr sofort an die Arbeit: routiniert und perfekt aufeinander abgestimmt stemmten sie den Baum Meter für Meter in die Höhe. Kameraden des Technischen Hilfswerkes sowie Brüder der Schützengilde leisteten Hilfestellung und sicherten den Baum durch Seile.

Als dieser schließlich seine finale Position erreicht hatte, eilten die Feuerwehrmänner hinüber zm Holzhaufen, den sie für das Maifeuer vorbereitet hatten. Als sie ihn fachmännisch entzünden wollten, mussten sie feststellen, dass ihnen bereits einige der jungen Besucher des Festes zuvor gekommen waren. Sie hatten das Feuer mithilfe ihrer Fackeln angezündet. Glücklicherweise hatten diese jedoch noch keine allzu große Flamme entfacht, sodass die Kameraden das ordnungsgemäße Entzünden des Feuers vornehmen konnten und keine gefährliche Situation entstand. Bei Speis, Trank und Musik feierte man noch bis in die frühen Morgenstunden gesellig in den Mai hinein.

   

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