Rottmersleben. Im Zeichen der fünfjährigen Partnerschaft zwischen Rottmersleben und Soulaines stand der jüngste viertägige Besuch von etwa 40 Rottmerslebern in Frankreich. Nach einem Zwischenstopp in Paris kamen die Rottmersleber am Karfreitagnachmittag an ihrem Zielort an. Da sie wieder in Familien ihr vorübergehendes Zuhause fanden, konnten die Kontakte erneut intensiviert werden. "Inzwischen haben sich auch zwischen einigen Familien aus Rottmersleben und Soulaines Freundschaften entwickelt", erzählte der Rottmersleber Ortsbürgermeister, Hans-Eike Weitz, der selbst bereits zum siebenten Mal in Soulaines war, nach seiner Rückkehr.

Für ihn stand der Empfang aus Anlass der fünfjährigen Partnerschaft zwischen den Gemeinden im Mittelpunkt der Reise. Für den Bürgermeister von Soulaines, Josef Septain, hatte er gleich mehrere Gastgeschenke im Gepäck. Mit dabei waren ein Buch über den Bundestag, in dem eine Widmung von der SPD-Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff zu finden war, und ein Buch über Magdeburg mit Widmung der SPD-Landtagsabgeordneten Silke Schindler. "Waltraud Wolff war auch schon einmal mit in Soulaines", sagte Weitz. Auch in dem erst vor kurzem erschienenen Buch "Zwischen Aller, Ohre, Elbe und Bode", das den Landkreis Börde por-trätiert, können die Bürger in der französischen Partnergemeinde jetzt lesen. Hans-Eike Weitz hatte es vom ehemaligen Landrat Thomas Webel unterschreiben lassen.

Und ein Schwert, das die Rottmersleber mitbrachten, soll in Soulaines, nach Aussage von Hans-Eike Weitz, daran erinnern, dass nicht nur die landwirtschaftliche Prägung die Partnergemeinden verbindet. Es solle helfen, dass sich Soulaines noch möglichst lange seine Selbständigkeit bewahren möchte.

Bei einem Spaziergang zum Kreisverkehr, der nach Rottmersleben benannt ist, konnten sich die Rottmersleber davon überzeugen, dass der Senker der Napoleon-Eiche, den sie einst den Franzosen als Gastgeschenk überreichten, gut angewachsen ist.

Nun ist die Hoffnung groß, dass der Bergahorn, den die Delegation diesmal als Gastgeschenk von Frankreich mitbrachte, ebenso gut gedeiht. Er soll noch einen Stein mit entsprechender Aufschrift bekommen und dann offiziell in Rottmersleben eingeweiht werden. "Wir freuen uns bereits auf den Gegenbesuch der Delegation aus Soulaines, die sicher auch wieder würdig umrahmt wird", so der Rottmersleber Ortsbürgermeister.

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