Eigentlich sollten in diesem Monat die Bauarbeiten zur Sanierung der Erxleber Sekundarschule "Albert Niemann" abgeschlossen werden. Doch es dauert noch. Lehrer, Eltern und Schüler machten sich dennoch Gedanken über den Umzug, das Ganztagsprofil im kommenden Jahr und die geplante Einweihungsfeier.

Erxleben. Auch wenn es noch gut zwei Monate sind, bis die Sommerferien in Sachsen-Anhalt Einzug halten, denken die Lehrer und Schüler der Erxleber Sekundarschule "Albert Niemann" schon an das neue Schuljahr. An die Zeit, in der sie ihrer Ersatzschule am Waldring in Haldensleben den Rücken kehren und in ihre frisch sanierte eigene Schule in der Parkstraße in Erxleben einziehen können. Dass es dafür natürlich jede Menge zu planen gibt, kann sich jeder vorstellen, der schon einmal einen Umzug bewerkstelligen musste.

Der Vorschlag von Schulleiterin Regina Beck, viele Themen im Rahmen einer Klausurtagung zu erörtern, fand bei den Lehrern, Eltern und Schülern gleichermaßen offene Ohren.

In fünf Arbeitsgruppen hatten sich Vertreter der Lehrer- und Schülerschaft schon im Vorfeld Gedanken gemacht. Dabei spielten die Schwerpunkte Entwicklung der Ganztagsschule, Lernkultur und -werkstätten, soziales Lernen, schulische Höhepunkte und Traditionen sowie fächerübergreifender Unterricht und Fächervernetzung eine große Rolle.

Doch auch der Umzug und seine Vorbereitung galt es zu erörtern und zu organisieren. Allerdings wird er später als ursprünglich geplant stattfinden.

Rückblende: Am 31. März 2010 gab Bördekreis-Landrat Thomas Webel den symbolischen Startschuss für die Bau- und Sanierungsmaßnahmen an der in den 1970er Jahren erbauten Schule. Die Sekundarschule in kreislicher Trägerschaft kann dank Mitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und mit einem Eigenanteil des Landkreises von rund 300 000 Euro saniert werden.

Die Ersatz-Schule wird wieder neu benötigt

Ziel war es, bis zum 30. Mai die Arbeiten abzuschließen, doch daraus wird nichts. Darum planen Schüler und Lehrer nun den Umzug für die letzte Schulwoche vor den Sommerferien im Juli. "Das muss auf jeden Fall klappen", zeigt sich Regina Beck optimistisch. Denn die Schule am Waldring, in der die Erxleber gegenwärtig unterrichtet werden, werde ja auch wieder benötigt. Vorfreude macht sich bei aller Arbeit breit.

"Der 4. Juli wird unser letzter Unterrichtstag werden, wo die Schüler auch ihre Bücher zurückgeben", berichtete Regina Beck zum Vorbereitungsstand.

Am Dienstag, 5. Juli, wird ein Projekttag eingelegt, bei dem es sowohl um den Umzug als auch um die Einweihung gehen wird.

Der Mittwoch ist einem Marsch in die Ferien vorbehalten. Doch dabei gilt es noch einmal das Hirn anzustrengen, denn Aufgaben und Stationen machen es knifflig, das Ziel zu erreichen.

Das traditionelle Schwimmfest der Schule soll auch in diesem Jahr im Naturbad Nordgermersleben stattfinden. Termin ist der Donnerstag. Am Freitag gibt es dann die Schuljahresabschluss-Zeugnisse.

Während der Klausurtagung in der Öko-Schule im Haus des Waldes auf Schloss Hundisburg erörterten Lehrer, Eltern und Schüler eine Erweiterung der Ganztagsschulangebote. Zur Debatte stand beispielsweise, die Angebote nicht nur im letzten Unterrichtsblock stattfinden zu lassen, sondern schon im Laufe des Unterrichtstages oder auch in den längeren Pausen.

Die Einrichtung einer Schulstation fand bei Lehrern und Schülern gleichermaßen Interesse. Wer etwas "verbockt" hat, soll beispielsweise die Station nutzen können, um über das nachzudenken, was er angestellt hat, nannte die Schulleiterin ein Beispiel. Die Besetzung könnte im wechselnden Rhythmus durch Lehrer erfolgen.

Einige Räume größer gestaltet

Bei einem so genannten Service-Lerning sollen Partnerschaften mit der Kindereinrichtung oder dem Seniorenheim entstehen, wo die Schüler regelmäßig zu Gast sein könnten, um vorzulesen oder Spaziergänge zu begleiten.

Diskutiert wurde auch über die Festlegung der Unterrichtszeiten, die vom Gesetzgeber bereits als Blockunterricht vorgegeben worden waren.

Regina Beck begrüßte die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die sich viele Gedanken gemacht und Ideen entwickelt hatten. Ausdrücklich traf das auch auf die Schülerschaft zu.

"Viele Räumlichkeiten in der sanierten Schule werden nicht wiederzuerkennen sein", sagte die Schulleiterin. Die Räume wurden teilweise durch Herausnahme von Trennwänden größer gestaltet. Auch die Cafeteria und der Anbau einer Mehrzweck-Aula inspirierten zur Ideenentwicklung und späteren Nutzung.

Mehrere Begehungen hatte Regina Beck mit Lehrervertretern im Laufe des Baugeschehens schon vorgenommen.

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