Morsleben (mb). Mit der Diskussion über Atomkraft in den vergangenen Monaten rückte auch die Endlagerung von radioaktiven Abfällen wieder mehr in den Blickpunkt. Die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit im Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) machen deshalb darauf aufmerksam, dass sich interessierte Bürger nach Voranmeldung im Werk informieren können.

"Die Endlagerung für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wurde im Jahre 1998 eingestellt. Nach zwischenzeitlichen Stabilisierungsmaßnahmen des Grubengebäudes laufen gegenwärtig Vorbereitungsarbeiten zur endgültigen Stilllegung des Endlagers", sagt Heribert Kögler, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

Das dazu notwendige Planfeststellungsverfahren wurde eingeleitet und befindet sich in der Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. Zu den Themen Endlagerung, späterer Verwahrung und dem Stand im Planfeststellungsverfahren können sich interessierte Bürger, Schulen, Vereine oder Vertreter des öffentlichen Lebens in dem modern ausgestatteten Informationshaus des BfS umfassend informieren. Bei Voranmeldung erhalten die Besucher einen zielführenden Einführungsvortrag und können das Betriebsgelände besichtigen.

Grubenfahrten sind zurzeit wegen Umbauarbeiten an der Schachtförderanlage nicht möglich. Alternativ werden heimatkundliche Exkursionen durch das Obere Allertal angeboten.

Ein Anruf genügt, Mitarbeiter erteilen den Interessenten weitere Auskünfte unter der Telefonnummer (039050) 82 74 oder 82 72. Nachfragen auch per email: koegler@dbe.de.