Seit 14 Tagen ist Michael Zentel neuer Ortsbürgermeister von Wellen. Die Volksstimme befragte ihn nach seinen Motiven und Zielen im Amt.

Volksstimme: Herr Zentel, was waren Ihre Motive, sich für das Amt des Ortsbürgermeisters zu bewerben?

Michael Zentel: Ich habe zwölf Jahre lang als Gemeinderat und später als Ortschaftsrat und davon einige Jahre als zweiter stellvertretender Bürgermeister für Wellen gewirkt. Ich bin 18 Jahre lang Vorsitzender des Kleingartenvereins in Wellen. Als Ortsbürgermeister will ich nun meine Kraft für alle Wellener einsetzen.

Volksstimme: Wie wollen Sie das verwirklichen?

Michael Zentel: Mein Vorgänger Holger Stahlknecht ist durch sein Ministeramt nicht nur als Ortsbürgermeister von Wellen aus unserem Ortschaftsrat ausgeschieden, auch sein Mandat im Gemeinderat Hohe Börde hat er aufgeben müssen. Dieser Sitz wurde bekanntlich mit Jürgen Kebernik aus Irxleben besetzt. Damit hat Wellen als einzige Ortschaft kein stimmberechtigtes Mitglied mehr im Gemeinderat. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, durch meine Anwesenheit an den Sitzungen der politischen Entscheidungsgremien der Einheitsgemeinde auch die Wellener Standpunkte und Probleme in die Diskussion einzubringen. Außerdem halte ich engen Kontakt zur CDU-Ratsfraktion des Gemeinderates.

Volksstimme: Welche konkreten Ziele haben Sie für Wellen?

Michael Zentel: Da steht der Platz vor unserem Bürgerhaus an allererster Stelle. Der Platz ist für Behinderte und Rollstuhlfahrer nicht passierbar, selbst für Autofahrer ist der Zustand eine Zumutung. Das geht sicher nicht von heute auf morgen. Ich werde aber dran bleiben und gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und der Gemeinde alles unternehmen, um mit Hilfe von Fördermitteln etwas bewegen zu können.

Weiterhin ist mir die Nähe zu den Wellener Bürgern wichtig und genauso die Unterstützung der Vereinsarbeit im Dorf. Als langjähriger Vorsitzender des Kleingartenvereins weiß ich, wovon ich rede.

Ich finde es gut, wenn beispielsweise derzeit junge Leute aus Wellen einen neuen Fußballverein gründen wollen. Das bringt die Kinder und Jugendlichen von der Straße und tut dem Dorfleben gut. Diese Jungs haben meine volle Unterstützung. Ich habe selbst früher auf dem Sportplatz gespielt. Es wäre wirklich schön, wenn diese Pläne Erfolg haben. Alle Vereine sind für das Dorf wichtig, und je mehr Vereine es sind, desto besser.

Eine weitere Idee ist es, den Wellenern endlich wieder einen vernünftigen Spielplatz anzubieten. Der fehlt unserem Dorf nun wirklich sehr. Ein möglicher Standort ist das Schwimmbad, andere Standorte sind möglich. Da muss etwas geschehen, gerade im Interesse der Kinder und jungen Familien. Auch mit dem Gemeindekirchenrat möchte ich Kontakt aufnehmen, um auszuloten, was nach der Sanierung des Kirchturms nun im Inneren der Christopheruskirche mittelfristig getan werden kann.