Im Finanzausschuss der Stadt Oebisfelde-Weferlingen lautete die Parole: "Nur wer Eigenmitel hat, kann auch Fördermittel beantragen." Bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates schilderte Rätzlingens Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens die Notwendigkeit eines Anbaus der Krippe in Rätzlingen. Man einigte sich: "Es muss auch Ausnahmen geben."

Weferlingen/Oebisfelde. "Wir müssen darauf achten, dass nur Fördermittel beantragt werden, wenn auch Eigenmittel vorhanden sind", sagte Bärbel Folgner als Vorsitzende des Finanzausschusses bei der jüngsten Sitzung des Rates. Sie verwies im Besonderen auf die Pläne der Rätzlinger, die einen Anbau für den Krippenbereich planen. "Es muss auch Ausnahmen geben", sagte Angela Leuschner, Vorsitzende des Sozialausschusses. Sie betonte: "In Rätzlingen muss dringend etwas getan werden."

Rätzlingens Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens meldete sich zu Wort und erklärte: "Wenn wir keinen Antrag stellen, dann haben wir auch keine Chance auf Fördermittel. Wir haben momentan fast 60 Kinder in der Tagesstätte, und ab September besuchen 55 den Hort." Den Vorschlag, dass die Vorschulkinder im Schulhaus betreut werden, hält Behrens nicht für möglich. Außerdem gäbe es ja noch die Investpauschale, die als Eigenkapital mitverwendet werden könnte.

Ratsmitglied Edwin Wietig aus Rätzlingen sagte: "Rätzlingen ist in Sachen Eigenmittel schlecht bestückt. Aber es sind ja nicht nur Rätzlinger in der Einrichtung, sondern auch Kinder aus Lockstedt, Kathendorf, Etingen und Eickendorf. Warum geht es um Rätzlingens Eigenmittel? Das sind doch auch Kinder der umliegenden Orte. Warum gibt es nicht Geld vom großen Haufen? Bei anderen Maßnahmen geht das doch auch."

Dr. Bernd Schuster schlug vor, dass sich der Finanz- und der Sozialausschuss in der Einrichtung treffen. Martin Herrmann aus Walbeck erklärte: "Wir haben uns schon die Kitas in Bösdorf, Walbeck und Rätzlingen angesehen und festgestellt, dass Bedarf besteht. Da muss was passieren." Dies bestätigte auch Kerstin Dörfel aus Klinze. "Ich bin Pate der Rätzlinger Kita. Wir haben da wirklich ein sehr gutes Projekt entwickelt", betonte sie. Angela Leuschner verwies auf den Stichtag der Fördermittelbeantragung am 30. Juni und schlug vor, bei der nächsten Stadtratssitzung zu entscheiden, ob Anträge für die betroffenen Einrichtungen gestellt werden sollen.