Alle Ortschaften der Hohen Börde werden auch 2011 wieder am bundesweit durchgeführten "Tag der Regionen" teilnehmen. Am vergangenen Freitag trafen sich die Vertreter aus den Dörfern zu einem Arbeitsfrühstück im Hermsdorfer Mehr-Generationen-Haus.

Hermsdorf/Hohe Börde. Bei einem gemeinsamen Frühstück mit Leckerbissen aus allen Winkeln der Gemeinde über den Vorbereitungen für den Tag der Regionen tüfteln - das hat seit einigen Jahren Tradition in der Hohen Börde.

Frische Hausmacher-Schlachtwurst aus Ackendorf und Rottmersleben, Honig aus Bornstedt und Rübensirup aus Ochtmersleben, Räucherfisch aus Hohenwarsleben dazu frische Ost-Brötchen aus Schackensleben und eine Buchweizen-Holunder-Torte aus Irxleben - die Palette der kulinarischen Köstlichkeiten war in Hermsdorf breit und schmackhaft wie eh und je. Bürgermeisterin Steffi Trittel stellte jeden Leckerbissen vor und erinnerte an das Anliegen des "Tages der Regionen", der auch 2011 unter dem Motto steht "Wer weiter denkt, kauft näher ein".

Regionen vor allem auf dem Lande sollen gestärkt, regionale Wirtschaftskreisläufe und die Identität der Menschen mit ihrer Heimat gefestigt werden - und das mit einer Vielzahl Aktionen für Besucher aus Nah und Fern. "Es wird niemand kommen, der unsere Region durch Zauberhand erblühen lässt. Das müssen wir schon selbst und das tun wir auch seit Jahren mit dem Tag der Regionen. Wir selbst müssen uns unserer Kraft besinnen, unsere Wurzeln bewusst machen, Tradition und ländliches Brauchtum bewahren", erklärte die Bürgermeisterin der Hohen Börde zum Auftakt des Hermsdorfer Treffens.

Wie in jedem Jahr wird sich der "Tag der Regionen" in ganz Deutschland über die zwei Wochen vor und nach dem Tag der deutschen Einheit erstrecken.

Mit im Boot der Hohen Börde sind wie im vergangenen Jahr alle Ortschaften der Gemeinde. Anders als im vergangenen Jahr werden sich die Präsentationen in den Dörfern aber nicht auf einen Tag konzentrieren. Dafür machten sich am Freitag einige Ortschaftsvertreter stark. Ihr Argument: Die mitwirkenden Akteure in den Dörfern bekommen bei einer Verteilung auf mehrere Tage auch einmal die Möglichkeit, selbst die vielen Veranstaltungen in den Nachbardörfern zu besuchen.

Gleich drei Tage wollen in diesem Jahr die Hermsdorfer den Vogel das Veranstaltungsreigens abschießen. Sie konnten für Sonnabend, den 2. Oktober, das "Schloss Theatrum Hohenerxleben" für eine Aufführung von "Nathan der Weise" im Mehr-Generationen-Haus gewinnen. Einen Tag darauf wird in der Hermsdorfer Kulturkirche unter dem Motto "Farbphantasien - manchmal sind Elefanten rot" eine Bilderausstellung eröffnet. Die Irxleberin Edeltraud Winkler stellt ihre Blumen- und Landschaftsgemälde aus. Und zum 3. Oktober lockt wieder ein bunter Erntemarkt auf den Hof der Börde-Grundschule.

Schackensleben setzt erneut auf ein buntes Erntefest am Olvezentrum. Nordgermersleben wird sein beliebtes Baumpatenfest feiern, Ochtmersleben seinen traditionellen Tag der Vereine, der 2011 mit einer Sonderschau des Kleintierzuchtvereins anlässlich seines 25-jährigen Vereinsjubiläums gekrönt wird. Ackendorf wird wieder sein Dorfmuseum öffnen, Rottmersleben wird Brot am Schaubackofen am Patz des Friedens backen. Premiere wird 2011 ein plattdeutsches Mundarttreffen haben, das der Kulturverein Hohe Börde in Hohenwarsleben organisiert. Auf dem Platz vor der "Dorfscheune" wollen die Wellener Vereine ein Stelldichein auf die Beine stellen, die Bornstedter zieht es auf den Anger, wo eine Vielzahl von Aktivitäten - unter anderem eine Pflanzentauschbörse - geplant sind. Längst sind noch nicht alle Veranstaltungen bis ins letzte Detail geplant. Auch deshalb tauschten die Ortschaftsvertreter in Hermsdorf Ideen und Anregungen aus. Fest steht, dass wie schon im vergangenen Jahr alle Dörfer mitziehen. Und das dürfte landesweit einmalig sein.