Insgesamt 62 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Weferlingen und der Sekundarschule "Albert Niemann" Erxleben wurden am Sonnabend bei Jugendweiheveranstaltungen in zwei Durchgängen im Gemeindesaal in Erxleben in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Erxleben. "Ich kriege nie genug vom Leben. Da geht noch mehr. Ich will alles auf einmal und nichts nur so halb. Nicht nur warten bis etwas passiert", sang Antje Bartels, die von der Band Deluxe begleitet wurde, und stimmte mit diesem Lied von Christina Stürmer die Jugendlichen auf den großen Moment der Jugendweihe ein.

"Hört euren Großeltern aufmerksam zu! Die Fähigkeit des Erwachsenwerdens erwirbt man nicht so einfach, wie den Zugang einer gesperrten Internetseite, zu der man nur das richtige Passwort kennen muss. Die Lebenserfahrungen eurer Großeltern können euch voranbringen", sagte Festredner Guido Henke, Mitglied des Landtages (Die Linke).

Der Festredner wollte wissen, wovon die jungen Leute, die vor ihm saßen, träumen. "Von der Liebe? Von Ehe? Von Kindern? Von Reisen? Von Beruf und Karriere? Habt ihr eure Eltern schon einmal gefragt, wovon sie in eurem Alter geträumt haben? Und was aus diesen Träumen wurde?", hinterfragte er und beschrieb: "Für Eltern ist es ohnehin schwer, vor den Augen ihrer heranwachsenden Kindern zu bestehen. Wenn euch eure Eltern ehrlich antworten, erlebt ihr einen der kostbarsten Augenblicke." Henke wünschte den Jugendweihlingen unter anderem Lust aufs Leben und Glück in der ganz großen Liebe.

Stolz nahmen die Jugendlichen ihre Urkunden, Buchgeschenke und Blumen entgegen. Lobende Worte gingen an den Festredner und an Andrea Kleuß von der Interessenvereinigung Jugendweihe.

Schülerin Jessica Adam bedankte sich im Besonderen bei den Eltern und Großeltern: "Sie haben uns nicht nur die Jugendweihe, sondern auch viele andere Träume und Wünsche ermöglicht."

Die Schülerin Rebecca-Christin Eggert und ihr Mitschüler Markus Malinowski erklärten die Bedeutung der Jugendweihe: "Es ist nicht einfach nur ein Fest, bei dem es darum geht, möglichst viel Geld zusammen zu bekommen oder schöne Stunden miteinander zu verbringen. Es ist ein traditionelles Fest, wo wir zu jungen Erwachsenen werden."

Die Schülerin Helena Roth gestand: "Wir wissen, das Leben wird nicht so einfach sein." Ihre Mitschülerin Theresa Sachse ergänzte: "Es ist nicht so leicht, ein Erwachsener zu sein. Aber wir hoffen, dass wir irgendwann hinter das Geheimnis des Erwachsenseins kommen."

 

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