Satuelle (cl). Zu einem Spaziergang durch den Ort hatte Satuelles Ortsbürgermeister Mario Schumacher kürzlich seine Ratsrunde eingeladen. Sollten doch - in Anwesenheit von Dezernent Henning Konrad Otto und Bauamtsleiter Ralf Krupp-Aachen - positive und negative Auffälligkeiten im Ortsbild besprochen werden.

Direkt am Startpunkt, an der Hauptstraße vor der Kirche, ging es schon los. Anette Klug wies darauf hin, dass die Bäume an der Seite der Kirche im Inneren des Gotteshauses die Sandsteinplatten hochheben würden. Dezernent Otto versprach, bezüglich dieses Problems innerhalb der Stadtverwaltung nachzuhaken.

Viel diskutiert wurde auch über den Fakt, dass - immer zu den Bring- und Abholzeiten der Kindergartenkinder viele Eltern mit deutlich mehr als den erlaubten 30 Stundenkilometern durch die Straße des Friedens fahren. Die Runde war sich einig, dass eine sogenannte Aufpilzung nichts bringen würde - außer erhöhtem Lärm für die Anwohner. Auch hier will Henning Konrad Otto für Abhilfe sorgen - indem vermehrt und zu den bekannten Stoßzeiten Radarfallen aufgebaut werden.

Wie Mario Schumacher vor Ort erklärte, würde man in Zusammenarbeit zwischen Teichgemeinschaft, Ortschaft und Stadt auch die Umgestaltung des Parks am Anger weiter vorantreiben. Die Leiterin des Kindergartens hatte bereits beim Ortsteilspaziergang im Vorjahr angesprochen, dass sich das Team im vorderen Bereich noch einem Spielplatz wünscht. Sie fragte an, ob man von Seiten der Stadt, zum Beispiel im Rahmen eines Projektes oder mit studentischen Hilfskräften, eine Grobplanung erstellen könnte? Das kam an dem Abend zur Sprache. "Da die Eltern gerade in Eigenregie den hinteren Teil umgestalten, wird das dieses Jahr nichts mehr", erwiderte Henning Konrad Otto. "Eine Planung könnten wir sicherlich machen, aber wann das realisiert wird, hängt von der Haushaltslage ab."

In der eigentlichen Ortschaftsratssitzung wurden dann Vorbereitungen für das Satueller Volksfest abgesprochen, das in diesem Jahr am 25. und 26. Juni stattfindet. Außerdem ging es noch einmal um das örtliche Wahllokal. Das war bisher Fuhrmanns Gaststätte. Doch besonders ältere und gehbehinderte Bürger konnten die Stufen im Eingangsbereich nicht bewältigen. Stimmen wurden laut, die danach fragten, wieso man nicht zum Beispiel das ebenerdige Feuerwehrgerätehaus zum Wahllokal machen könnte?

"Bei der Wahl am 10. Juli fällt das Gerätehaus aus, weil am Tag davor und am gleichen Tag Veranstaltungen von der Feuerwehr geplant sind, die wir nicht absagen wollen", so Mario Schumacher. Ein weiteres Ausweichquartier hätte der Kindergarten sein können. "Aber hier ist die Neigung der Rampen zu steil, als dass man das barrierefrei nennen könnte", erklärte der Ortsbürgermeister.

Deswegen bleibt Fuhrmanns Gaststätte das Wahllokal. Dezernent Otto sicherte aber zu, dass man eine Holzrampe bekommen würde, um auch älteren und gehbehinderten Menschen den Urnengang gewähr- leisten zu können.