Sandau l Dass die kleine Sandauer Kirchenglocke zum Quempas 2013 wieder ertönen konnte, ist vor allem auch der Kreissparkasse zu verdanken: Immerhin 5000 der nötigen etwa 9000 Euro hatte das Geldinstitut aus Stendal für die Glockensanierung beigesteuert.

Vorstandsvorsitzende Kerstin Jöntgen wollte sich am Mittwoch einen eigenen Eindruck vom Wiederaufbau verschaffen, wobei auch gleich die offizielle Scheckübergabe erfolgte. "Wir sind ein regionales Kreditinstitut und es ist unsere Aufgabe, Gelder, die wir erwirtschaften, der Region zukommen zu lassen", betonte die Vorsitzende. Die Bankerin lobte nach den Ausführungen des Vorsitzenden Wolfgang Hellwig das jahrelange Engagement des Sandauer Fördervereins.

Der Sandauer hatte berichtet, dass kurz vor Weihnachten ein Schreiben vom Landesverwaltungsamt gekommen war, welches die Verlängerung des Abrechnungszeitraumes für die Fördergelder aus dem Leader-Programm bis Ende September 2014 bestätigte. Die Mittel waren erst im Juni des Vorjahres bewilligt worden - mitten in der Katastrophenzeit - und sollten bis Ende November ausgegeben sein. Eine Auflage, die angesichts der Ausschreibungszeiträume von mindestens vier Wochen zeitlich nicht zu schaffen war.

Jetzt ist Fahrstuhl an der Reihe

In der nächsten Woche wird die Fernbedienung für die Glocke eingebaut, diese kann dann bei Beerdigungen vom Friedhof aus in Gang gesetzt werden. Geprüft wird, ob sie auch für den Uhrschlag genutzt werden kann. In den nächsten Tagen geht die Ausschreibung für den Fahrstuhl raus, im Sommer soll er fertig sein. Die Aussichtsebene und der Fußboden in der Eingangshalle sind fertigzustellen, ebenso Auflagen des Brandschutzes. Auch die Heizung ist einzubauen, die Wärmepumpe wird in der Glockenstube stehen.

Wolfgang Hellwig und Pfarrer Hartwig Janus nutzten den Besuch, um Kerstin Jöntgen und ihrer Mitarbeiterin Dorith Heidecker gleich einen Antrag an die Ostdeutsche Sparkassenstiftung mitzugeben. Denn auch für den nachfolgenden neunten Bauabschnitt werden wieder Gelder benötigt. Dann sollen unter anderem das Treppenhaus gefliest, die Notstromversorgung installiert, Wirtschafts- und Glockenebene ausgebaut sowie Zuwegungen geschaffen werden.