Vehlgast (ans/dha) l Zehnmal hat die Volksstimme im vergangenen Jahr den "Blumenstrauß des Monats" verliehen. Jetzt haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Wahl und können den "Havelberger des Jahres" küren. Bis Ende Januar stellen wir Ihnen die Kandidaten noch einmal kurz vor. Mit dem nebenstehenden Coupon oder im Internet können Sie an der Abstimmung teilnehmen und tolle Preise gewinnen.

Isabell Schütze hatte den Blumenstrauß des Monats September erhalten. "Wenn wir sie nicht hätten, würde es in Vehlgast-Kümmernitz wohl keine Seniorenarbeit geben", begründete Ortsbürgermeister Udo Mintus seinen Vorschlag. Wenn in der Havelberger Ortschaft Veranstaltungen anstehen und eine engagierte Organisatorin dafür gesucht wird, klingelt in der Regel bei Isabell Schütze in Vehlgast das Telefon. Und die 68-Jährige sagt dann: "Kein Problem, ich kümmere mich drum."

"Sie sprüht nur so von Ideen und Tatendrang. Ich kann mich voll auf sie verlassen", sagt Udo Mintus und meint damit nicht nur Isabell Schützes große Hilfe bei Dorffesten, sondern auch ihre Aufgabenbewältigung als stellvertretende Ortsbürgermeisterin. Oder als rechte Hand für den Pfarrer, wenn in der Vehlgaster Dorfkirche zum Beispiel ein Konzert auf dem Programm steht.

Am meisten wird allerdings ihre aufopferungsvolle Tätigkeit für die Senioren geschätzt. "Als Vorstandsmitglied im Kultur- und Heimatverein liegt mir diese Altersgruppe besonders am Herzen", erzählt sie. "Nicht zuletzt deshalb, weil ich selbst dazu gehöre und im Dorf auch mal was zusammen mit Gleichaltrigen unternehmen möchte." Aus diesem Grund hat sie sich zur Aufgabe gemacht, den Senioren aus Kümmernitz, Waldfrieden, Damerow, Kleindamerow und Vehlgast mindestens eine Veranstaltung monatlich anzubieten: Kremserfahrt, Schiffsausflüge, Grillnachmittage, Vorträge oder einfach nur Treffs zum Klönen. "Meistens sind es so um die 20 Frauen und Männer aus allen Ortsteilen, die die Einladungen zu den Veranstaltungen im Damerower Dorfgemeinschaftshaus annehmen, ab und zu kann ich aber auch noch einige mehr begrüßen", berichtet Isabell Schütze. Und fügt hinzu: "Es kommt immer darauf an, wie man die Leute anspricht. Damit hatte ich bisher nie Probleme."

Sie hat im Übrigen auch ein großes Talent, immer dafür zu sorgen, dass ausreichend Kuchen auf der Kaffeetafel oder bei einem Kuchenbasar steht. Das will natürlich ebenfalls gut organisiert sein. "Dann hat meine Frau wieder eine Berufung als Telefonistin - wie an so vielen anderen Tagen auch", schmunzelt Ehemann Günter, der dann meistens gleich in die organisatorische Arbeit mit einbezogen wird. Beide sind vor gut elf Jahren aus Sachsen nach Vehlgast gezogen, nachdem sie an der Havel "ein schönes ruhiges Örtchen für den Ruhestand" gefunden hatten.

Die Abstimmung im Internet: www.volksstimme.de/havelbergerdesjahres