Zum zweiten Mal hat in der Domkurie D8 ein Flohmarkt stattgefunden. Der Verein "denkMal und Leben" lud dazu in die Räumlichkeiten in der Domherrnstraße ein. Zahlreiche Besucher konnten begrüßt werden.

Havelberg l Im Eingangsbereich war ein großer Bücherkramtisch aufgebaut, und für kleines Geld fanden Leseratten hier genau das Richtige. "Heute kommen die Gäste immer stoßweise, da hat man gut Zeit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen", so Vereinsmitglied Bernd Döring. Er bereicherte im Werkstattraum den Flohmarkt mit einem kleinen Stand, an dem er Trödelkram wie Vasen, Schalen und anderes mehr anbot.

"Ein Ziel des Flohmarktes ist es auch, das Haus in den Wintermonaten mit Leben zu füllen und auf sich aufmerksam zu machen", gab der Ehemann der Vereinsvorsitzenden Ute Schröter, Henrik Hempelmann, zu verstehen. Keramikmeisterin Ute Schröter ist zurzeit auf der Grünen Woche, am Altmarkstand, mit vertreten.

"Aus Spaß an der Freude mache ich gerne mit"

Zum ersten Mal war die Nitzowerin Gabriele Gaida beim Flohmarkt präsent. Sie hatte auf einem Tisch viele selbstgestrickte Sachen ausgebreitet. "Aus Spaß an der Freude mache ich hier gerne mit. In diesem schönen Ambiente macht es auch viel Freude. Fremde, die das Haus nicht kennen, sind von all dem hier, ebenso wie ich, sehr beeindruckt", sagte sie. Nur wenige Meter weiter klapperten die Stricknadeln der Frauen der Spinngruppe des Klietzer Heimatvereins. Ulrike Salzmann, Gabriele Schulz und Rosemarie Reichel hatten es sich hinter ihrem Flohmarktstand gemütlich gemacht und strickten fleißig. "Wir waren schon beim ersten Flohmarkt hier in der D8 und es gefällt uns gut. Ansonsten sind wir von der Spinngruppe aus im Klietzer Raum unterwegs, auf Heimatfesten oder zum Beispiel auch zum Erfahrungsaustausch im brandenburgischen Großderschau", erzählte Rosemarie Reichel. In der Flohmarktecke der Klietzer Frauen waren neben Stricksachen auch viele andere Dinge zu finden. "Jede von uns Frauen hat ein anderes Spezialgebiet. Ulrike Salzmann sitzt gerne am Spinnrad, Rosemarie Reichel kann Klöppeln, Weben und beherrscht auch die Hardangerstickerei. "Ich komme gut mit der Nähmaschine zurecht, nähe mir selbst viele Kleider sowie andere Sachen. Und die, die ich nicht mehr trage, biete ich hier auch auf dem Flohmarkt an", ergänzte Gabriele Schulz.

Im Erdgeschoss der D8 hatten die Eheleute Gudrun und Manuel Krüger ihren Stand aufgebaut und waren guter Dinge. Der verlockende Duft von frischem Kaffee und Kuchen, den Vereinsmitglieder hier anboten, lag in der Luft. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit und machten es sich in dem sanierten Zeitzeugen am Kaffeetisch gemütlich.

Ein weiterer Flohmarkt in der D8 ist geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

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