Der gemeinsame Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr in Havelberg hat sich in den Jahren zu einer festen Institution entwickelt. Auch gestern wurden dazu im Betreuungsgebäude der Elb-Havel-Kaserne wieder zahlreiche geladene Gäste begrüßt.

Havelberg l Das Stadtoberhaupt ließ in seiner Festrede noch einmal das Jahr 2013 Revue passieren, "das von vielen Ereignissen geprägt war, durchaus auch von zahlreichen positiven". Allerdings seien letztere gänzlich von den negativen und bis heute nachwirkenden Folgen des katastrophalen Juni-Hochwassers überschattet worden. "Neben der Erinnerung an die Kräfte zehrenden Stunden und Wochen für die Einsatzkräfte und Helfer, neben der Erinnerung an die immensen Schäden und die gewaltigen Anstrengungen zu deren Beseitigung bleibt die Erinnerung an die unbeschreiblich gelebte Solidarität der Menschen in dieser außergewöhnlichen Situation", hob Bernd Poloski hervor. Er nutzte die Gelegenheit, "allen, die dazu beigetragen haben, diese Extremherausforderung zu meistern, an dieser Stelle erneut ein besonderes Dankeschön" zu sagen. "Vor allem auch für die Soldatinnen und Soldaten aus der Elb-Havel-Kaserne."

Zu den Negativereignissen habe leider auch gehört, dass im Zusammenhang mit dem Hochwasser das Domfest und der Pferdemarkt abgesagt werden mussten. "Besonders erschütternd war der feige Brandanschlag auf die Elb-Havel-Kaserne, den wir bis heute aufs Schärfste verurteilen und deutlich darauf hinweisen, dass die Bundeswehr, wie eh und je, ein fester Bestandteil unserer Stadt bleibt. Dieses Vertrauensverhältnis lassen wir uns von Niemandem kaputt machen!"

Auch 2014 wieder Aufträge im Ausland

Das Jahr 2014 werde von umfangreichen Bauarbeiten in der Einheitsgemeinde bestimmt, kündigte der Bürgermeister an: Hochwasserschutzmaßnahmen, die Erweiterung und umfassende Modernisierung des KMG-Klinikums, die Sanierung der Stadtkirche, den Baubeginn für ein Besucher- und Informationszentrum in der Elbstraße, die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Kuhlhausen und den weiteren Ausbau des Radwegenetzes nannte er als Beispiele.

Dass die Bundeswehrangehörigen aus dem Standort Havelberg so wie 2013 auch in diesem Jahr wieder einen aktiven Beitrag für Frieden und Sicherheit auf dem ganzen Erdball leisten werden, versicherte der Standortälteste Oberstleutnant Stefan Gruhn den Gästen des Neujahrsempfanges. So sichere das Führungsunterstützungsbataillon 382 zahlreiche Missionen im Ausland ab und bereite sich das Panzerpionierbataillon 803 mit zwei Kompanien auf einen möglichen Einsatz vor.

Das Führungsunterstützungsbataillon 382 - es wird bis zum Ende 2014 aufgelöst - hatte den gestrigen Tag des Neujahrsempfanges übrigens zum Anlass genommen, um mit einem Rückkehrerappell die insgesamt 96 Soldaten zurückzubegrüßen, die 2013 zu Auslandseinsätzen in der Türkei und in Mali abkommandiert waren. Am 16. Januar dieses Jahres sind die letzten von ihnen aus der Türkei heimgekehrt.

Die Stadt Havelberg nahm den Neujahrsempfang wieder zum Anlass, einen verdienten Bürger der Stadt mit der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt zu ehren. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den Gründer und langjährigen Vorsitzenden der "Havelberger Tafel", Gerhard Imig (weiteres folgt).

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