Auf insgesamt 9000 Einsatztage kommen die 96 Soldaten, die das Führungsunterstützungsbataillon 382 am Donnerstagnachmittag mit einem Rückkehrerappell in der Elb-Havel-Kaserne von den Auslandseinsätzen im Jahr 2013 zurück begrüßt hat.

Havelberg l Erst am 16. Januar, also in der vergangenen Woche, sind die letzten Einsatzkräfte aus dem Bataillon aus der Türkei wiedergekommen, "zum Glück gesund und wohlbehalten", wie der stellvertretende Bataillonskommandeur Major Mike Thau in seiner Begrüßungsrede erfreut feststellen konnte. "Und es gab während des gesamten letzten Jahres auch keinen scharfen Abfangeinsatz für die dort stationierten Patriotkräfte", fuhr er fort. "In diesem Sinne kann man also nur noch sagen: Auftrag erfüllt!"

Alle Soldaten kehrten gesund zurück

Insgesamt hat das Führungsunterstützungsbataillon 382 im vergangenen Jahr drei Kontingente in die Türkei entsandt, im Schnitt mit jeweils 26 Bundeswehrangehörigen. Weitere Soldaten sicherten nach Ostern die Führungsunterstützung für die eingesetzten Pionierkräfte in der zentralafrikanischen Republik Mali. "Auch das haben Sie mehr als hervorragend gemeistert", lobte der Major die Rückkehrer. Von diesem Kontingent konnte der Großteil bereits im August, der letzte Mann dann im Dezember wieder in die Heimat zurück reisen. Ebenfalls ohne gesundheitliche Einbußen.

Die Rückkehrer nutzten am Donnerstag den Bataillonsappell, um dem Havelberger Bürgermeister Bernd Poloski etwas zurückzugeben, nämlich das zu ihrer Verabschiedung überreichte Orsteingangsschild der Hansestadt Havelberg. "Ich nenne es einmal ,Insignie\' der Zugehörigkeit zu dieser Stadt", machte der stellvertretende Bataillonskommandeur dabei deutlich. "Fern der Heimat war das Schild stets Symbol für ein kleines Stück Heimat, welches die Kameradinnen und Kameraden durch den Einsatz begleitet hat. Dafür noch einmal mein und unser Dank an Sie", wandte er sich an das Stadtoberhaupt.

Im Juli geht\'s nach Afghanistan

In diesem Jahr soll das Führungsunterstützungsbataillon 382 - nach zwölf Jahren am Standort Havelberg - zum 31. Dezember außer Betrieb gestellt werden. Der Prozess der Auflösung ist schon in vollem Gange, der Personalbestand bereits um rund 100 Soldaten geschrumpft. Was aber keineswegs bedeutet, dass für 2014 keine Aufträge mehr in den Büchern der Führungsunterstützer stehen. "Für viele von uns heißt es Mitte des Jahres unser Schwesterbataillon zu unterstützen und mit diesem noch einmal zu Auslandseinsätzen zu gehen. Sei es Kosovo, Afghanistan, die Türkei, Mali oder ein anderes Land in der Welt", blickte Major Mike Thau voraus. Am Donnerstag befanden sich übrigens bereits 18 Soldaten im Einsatz. Und im Juli werden 70 Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan verlegen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Von den Einwohnern der Stadt Havelberg und des Landkreises Stendal verabschieden möchte sich das Bataillon mit einem Benefizkonzert der Big-Band des Wehrbereichsmusikkorps 1 Neubrandenburg am 18. Juli vor dem Havelberger Dom (die Volksstimme berichtete).

Zum Abschluss des Rückkehrerappells musste dann Leutnant Jan-Erik Fritz aus der 4. Kompanie vor die Front treten. Er wurde zum Oberleutnant ernannt.

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