Auf 2014, dem Jahr nach der Flut, hielten die Gemeinde und die Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen auf dem Neujahrsempfang Ausschau. Es gibt viel zu tun - beim Wiederaufbau und bei der Planung des Bismarck-Jubiläums.

Schönhausen l "Ich wünsche nach den Schrecken des vergangenen nun ein wirklich glückliches und gesundes neues Jahr." Damit hieß Dr. Andrea Hopp von den Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen am Donnerstagabend die Gäste zum gemeinsamen Neujahrsempfang mit der Gemeinde im Bürgerzentrum willkommen. In den ersten Reihen saßen Ministerpräsident Reiner Haseloff, Dr. Rüdiger Kass als Vorstandsvorsitzender der Otto-von-Bismarck-Stiftung sowie deren Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Lappenküper, die Bürgermeister Alfons Dobkowicz und Bodo Ladwig, Landrat Carsten Wulfänger und der Bundestagsabgeordnete Jörg Hellmuth. Außerdem geladen waren Vereinsvorsitzende und Gewerbetreibende. Von der ursprünglich geplanten Ehrung der Fluthelfer sah Alfons Dobkowicz ab. Die Ehrennadeln des Landes, die Rainer Haseloff mitgebracht hatte, werden zur Gedenkfeier am zweiten Sonnabend im Juni überreicht. An diesem Tag sollen die Schönhauser, die eines der schlimmsten Jahre in der 800-jährigen Geschichte erleben mussten, gemeinsam feiern und sich an das Erlebte erinnern. Auch auf dem Empfang blickte der Bürgermeister zurück, sprach von 156 gefluteten Häusern, von denen 40 Prozent noch nicht wieder bewohnbar sind: "Aus dem Ziel, Weihnachten einzuziehen, ist nun Ostern geworden."

Vom Lebensmut der Menschen im Elbe-Havel-Land beeindruckt zeigte sich der Ministerpräsident. Und er sicherte jegliche Hilfe des Landes zu. Die Hilfe, die ganz Deutschland hier leistet, sei beispiellos.

Reiner Haseloff blickt auch schon weiter: "Für Schönhausen, aber auch für Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland steht 2015 ein wichtiges Jubiläum ins Haus - der 200. Geburtstag Bismarcks. Ich bin sehr dafür, dass dieses Jubiläum würdig gestaltet wird, damit die Person und das außergewöhnliche Lebenswerk Bismarcks neue Aufmerksamkeit erfährt. Es soll möglichst großes Interesse auf Schönhausen, die Altmark und das Elbe-Havel-Land gelenkt werden, was gemeinsam mit dem Buga-Standort Havelberg sicher gelingen wird." Er würdigte die vielfältigen Vorbereitungen in der Region zu diesem runden Bismarck-Geburtstag.

Darüber sprach Dr. Rüdiger Kass, der froh ist, dass die Stiftung die Leitung des Schönhauser Museums 2007 übernommen hat und hier das Konzept aller fünf in Deutschland bestehenden Politiker-Gedenkstiftungen mit dem historisch-politischen Bildungsauftrag umsetzen kann. Eine ausgewogene Vermittlung des Wissens über Bismarck und seine Zeit jenseits des Kults um seine Person ist das Anliegen. Im Jubiläumsjahr gibt es eine Sonderausstellung über das erste Schönhauser Bismarck-Museum von 1891. Mehr zu den Plänen lesen Sie kommende Woche.

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