Im voll besetzten Saal des Nitzower Dorfkruges fand die Auftaktveranstaltung 2014 der Plattdeutschgruppe des Havelberger Heimatvereins statt.

Nitzow l "Dat olle Joahr is gangen, dat niege hett anfangen. Glück tou, tou\'t niege Joahr!" sang die plattdeutsche Singegruppe zur Einstimmung auf den unterhaltsamen Nachmittag. Die Leiterin der Gruppe, Heide Schumann, begrüßte alle Anwesenden und wünschte ein frohes und gesundes neues Jahr. Gäste aus dem Haveldorf, aus Jederitz und auch aus der Hansestadt Havelberg hatten den Weg in den "Dorfkrug" gefunden. Der Duft von frischem Kaffee und Kuchen lag in der Luft und nach dem gemütlichen Kaffeetrinken wurde Platt gesnackt und gesungen.

"Mit dem Lied ,Diek un Wischen sünd all witt\', zeigen wir unsere Verbundenheit mit dem Elb-Havel-Land, was auch in unseren Programmen immer ein Grundgedanke ist", verriet Heide Schumann. "Zum Jahresbeginn sprechen wir unsere Besucher besonders mit dem Lied ,Wo sünd mien Joahren blewen?\' an, was auch gut zur Singegruppe passt, denn wir gehen ins 15. Jahr unseres Bestehens. Und das besingen wir auch", ergänzte sie.

Das Programm entführte die Zuhörer in Lied und Wort aufs Dorf der früheren Zeiten, wo noch Platt gesprochen wurde. Dorftanz, Schlachtefeste und Grönkohläten brachten die Menschen zu dieser Zeit zusammen. Zum Grünkohläten hatte Heide Schumann dann auch einen lustigen Beitrag von den Friesen parat.

Eingewickelte Seife kann ja nicht schäumen!

Ein Sketch, vorgetragen von Erna Möbius und Karin Brandt, zeigte in heiterer Art die Probleme, die es bei der täglichen Körperpflege geben kann. Die Seife wollte einfach nicht schäumen, also war sie auch ein sehr schlechtes Geschenk. Wie es sich dann aber herausstellte, konnte sie gar nicht schäumen, denn sie war noch eingewickelt - in durchsichtiger Folie!

Die Havelberger Plattsnacker freuten sich besonders darüber, dass zu ihrer ersten Veranstaltung die Klietzerin Edith Läufer gekommen war. Da sie sehr viel unterwegs ist, war sie bedauerlicherweise beim weihnachtlichen Plattnachmittag in Havelberg nicht dabei gewesen. Jetzt bereicherte sie aber das Programm mit lustigen, aktuellen und heimatverbundenen Beiträgen.

Zwischendurch wurden Gedichte von Karin Brandt, Brunhilde Schulz und Rotraut Stock gesprochen.

Da die Liebe nicht fehlen sollte, hat die Singegruppe, die unter der Leitung von Margarete Bartels steht, ein Lied aus der Jugend der Sängerinnen wieder zum Leben erweckt. Das Lied "Un de Hans löppt ümher" ("Und der Hans läuft umher") wurde von Margitta Piontek und Renate Hirth pantomimisch gespielt und damit sehr lebendig gestaltet.

Das von Erika Rittner bearbeitete Gedicht "n\' bäten dauert \'t noch" brachte schon einmal die Freude auf den Frühling zum Ausdruck.

Der nächste Plattdeutschnachmittag findet am Sonnabend, 22. März, im Restaurant "Schmokenberg" des ArtHotels Kiebitzberg statt.

   

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