Stendal (wbi/ge). Im Prozess vor dem Stendaler Landgericht um einen großangelegten Drogenhandel durch drei Stendaler kasachischer Herkunft (alle 30 Jahre alt) scheinen alle Weichen für einen Deal gestellt.

Zwei Angeklagte des Trios sollen Amphetamine (Kunstdroge) im großen Stil aus dem Raum Düsseldorf/Aachen nach Stendal "importiert" haben, um sie hier gewinnbringend weiterzuverkaufen. Der Dritte im Bunde soll die Drogen in zwei Garagen in Stendal-Stadtsee gelagert haben.

Die Verteidiger hatten schon zum Prozessauftakt eine Verständigung, landläufig Deal genannt, angeboten: ein Geständnis gegen ein moderates Urteil.

Die 1. Große Strafkammer zieht, ein umfassendes Geständnis vorausgesetzt, für die beiden "Importeure" bis zu sechseinhalb Jahre und für den Garagenbesitzer bis zu fünfeinhalb Jahre Gefängnis in Betracht. Dazu könnte eine Unterbringung im Maßregelvollzug zur Drogentherapie für zwei der Angeklagten ausgeurteilt werden.

Am Montag, 3. Februar, wird der Prozess fortgesetzt.

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