244 Einwohner hat das Elbe-Havel-Land im vergangenen Jahr verloren. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2012. Weniger Geburten und auch mehr durch die Flut bedingte Wegzüge sind die Ursache dafür.

Elbe-Havel-Land l 8492 Menschen sind in den sechs Gemeinden des Elbe-Havel-Landes zu Hause. Der Rückgang im Jahr 2013 um 2,8 Prozent ist für Verbandsbürgermeister Bernd Witt sehr bedauerlich. Vor allem, weil es 24 Geburten weniger als 2012 gab. Das macht eine gesamte Schulklasse aus. 38 Mädchen und Jungen weist die Statistik für 2013 aus, jeweils 19 Mädchen und Jungen erblickten das Licht der Welt. "Auch wenn das wenig ist, doch immerhin noch mehr als die 2008 vom Land erstellte Prognose. Die 38 Kinder reichen in sechs Jahren, also 2021, immer noch locker für zwei Grundschulen, die wir laut unserer derzeitigen Planung dann noch in Klietz und Schönhausen haben."

Mit 125 zumeist älteren Bürgern sind es 14 Sterbefälle weniger als im Vergleichszeitraum 2012. Erfreulich ist, dass es 48 Zuzüge mehr gab, nämlich 368. Dagegen ist die Zahl der Wegzüge mit 522 deutlich höher (plus 165) als in üblichen Jahren.

Fischbeck: 67 Bürger ziehen weg

Vor allem die Gemeinde Wust-Fischbeck hat bedingt durch die Situation nach dem Deichbruch Einwohner eingebüßt. Lebten Ende 2012 hier 1399 Menschen, waren es am 31. Dezember 2013 genau 1330, also 69 weniger.

Vor allem Fischbeck hat verloren: 61 Einwohner, jetzt sind es 363. Weggezogen sind 67 Personen, es gab aber auch 15 Zuzüge. Acht Fischbecker sind verstorben. Nachwuchs gab es in Fischbeck nicht.

Kabelitz büßte sechs Bürger ein, hier sind 165 Erwachsene und Kinder beheimatet. Ein Junge wurde geboren, zwei Menschen sind verstorben.

In Wust leben 440 Bürger (minus acht), vier Kinder wurden geboren, drei Menschen starben. Es gab sechs Zuzüge und 15 Wegzüge.

In den kleinen Ortsteilen gab es kaum Veränderungen: in Briest leben 50 Personen (minus 1), in Melkow 130 (minus drei), in Sydow 137 (plus zwei), auf dem Damm unverändert 14 und in der Siedlung 31 (plus zwei).

Insgesamt sieben Kinder sind in der Gemeinde Wust-Fischbeck geboren worden, im Vorjahr waren es neun. 18 Wust-Fischbecker starben. In allen acht zur Gemeinde gehörenden Orten sind 104 Menschen weg- und 47 zugezogen.

Schönhausen: Einbuße von 71 Bürgern

2212 Bewohner (minus 71) hat die Gemeinde Schönhausen - davon entfallen 1736 (minus 48) auf den Hauptort, 342 (minus 14) auf Hohengöhren, 84 (unverändert) auf den Schönhauser und 50 (minus neun) auf den Hohengöhrener Damm.

Insgesamt sind 150 Personen nun woanders zu Hause, aber es sind auch 90 dazugezogen.

Die 13 Geburten (fünf weniger als 2012) teilen sich auf Schönhausen mit neun, Hohengöhren mit drei und den Schönhauser Damm mit einem Baby auf. 26 Menschen sind verstorben, im Vorjahr waren es 37.

Klietz: Weniger Verluste als in den Vorjahren

In den Vorjahren häufig mit dem größten Einwohnerverlust, büßt Klietz 2013 lediglich 16 Bürger ein. Von den 1570 Bewohnern der Gemeinde leben 1076 (minus zehn) in Klietz, 308 (minus fünf) in Neuermark-Lübars und 186 (minus eins) in Scharlibbe. Bedauerlich ist, dass lediglich sechs Kinder (fünf in Klietz und ein Junge in Neuermark-Lübars) geboren worden sind, im Vorjahr waren es 15. Gestorben sind 20 Gemeindebewohner. Den 79 Zuzügen stehen 82 Wegzüge gegenüber.

Schollene: Nur vier Babys kommen auf Welt

Recht konstant ist die Entwicklung in Schollene. Die 1249 Einwohner machen lediglich ein Minus von 14 aus. Es gibt 904 Schollener, 132 Molkenberger, 65 Ferchelser, 58 Neuwartensleber, 36 Neuschollener, 28 Mahlitzer und 26 Nierower. Nur vier Kinder (alles Jungen) sind geboren worden, vom Vorjahr waren es sechs. 18 Bewohner sind verstorben. 59 Bürger sind zu- und 56 weggezogen.

Sandau: Drei Jungs und drei Mädchen

Die Kleinstadt Sandau schrumpft - um 44 Personen im Jahr 2013. Genau 888 weist die Statistik des Einwohnermeldeamtes am Jahresende aus. Drei Jungs und drei Mädchen erblickten das Licht der Welt, das sind zwei mehr als im Vorjahr. 25 Sterbefälle sind registriert. Zwar gab es 41 Zuzüge, aber 65 Personen packten auch die Umzugskisten.

Kamern: Statistik weist von 71 Bürgern

Dass in der Gemeinde Kamern nur zwei Mädchen (Hohenkamern und Schönfeld) geboren worden sind, stimmt wenig erfreulich, im Vorjahr gab es noch zehn Geburten. 1243 Menschen (minus 30) lebten Ende Dezember 2013 in der Seegemeinde: 391 (minus zehn) in Kamern, 399 (minus neun) in Wulkau, 192 (minus acht) in Schönfeld, 133 (minus sechs) in Rehberg und 62 (minus zwei) in Neukamern. Hohenkamern hat fünf Einwohner dazugewonnen und liegt nun bei 66. 18 Kamernsche sind im vergangenen Jahr verstorben. 52 Männer, Frauen und Kinder wurden als Neubürger begrüßt, allerdings meldeten sich 65 ab.

Vor fünf Jahren gab es 870 Einwohner mehr

Die 8492 Einwohner des Elbe-Havel-Landes bedeuten im Fünf-Jahres-Rhythmus ein Minus von 870 Einwohnern, denn 2008 hatten in den sechs Gemeinden 9362 Kinder und Erwachsene gelebt. 10032 Einwohner gab es vor zehn Jahren, als es noch elf kleine Gemeinden gab. 61 Kinder waren 2008 auf die Welt gekommen.