Havelberg/Dresden l Bereits zum vierten Mal sind Schüler des Havelberger Schüler-Institutes (SITI) als Aussteller zur Berufsfindungsmesse "Karrierestart" nach Dresden gereist. Die Kooperation mit "Sachsenmetall", dem Unternehmensverband der Metall-und Elektroindustrie Sachsen e. V., entwickelte sich 2010 unmittelbar nach der Gründung der Schülerfirma "Havelberger Alu-Guss SGmbH", berichtet SITI-Leiter Hannes König. In einem Beitrag des MDR-Fernsehens wurde über das bundesweit einzigartige Projekt berichtet. So erfolgte die Anfrage, ob die mobile Schüler-Gießerei nicht in Dresden für die Gießerei-Industrie und die mit dieser verbundenen Berufe werben könne.

Die Präsentation war so gut bei den Organisatoren und Besuchern angekommen, dass die Havelberger in den folgenden Jahren immer wieder zu den Ausstellern zählten.

Gewinnspender lockt zahlreiche Besucher an

Bernd Quasebarth, der die Schüler in den letzten drei Jahren als Betreuer begleitete, knüpfte immer wieder neue Kontakte, so dass es weitere Beziehungen in das benachbarte Bundesland gibt. Es ist also nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr für die Havelberger Schüler sogar die Standfläche erweitert wurde.

Neben der Schüler-Gießerei stellt das Schüler-Institut auch den Bereich Automatisierungstechnik vor. Für Maximilian Thiel und Byron Zeitschel ist die Dresdner Messe bereits die dritte Erfahrung als Aussteller. Die jungen Männer untersuchten im Rahmen einer besonderen Lernleistung die Frage nach der Wirksamkeit von technischen Modellen auf die Kundenkommunikation auf Messen. Hierzu bauten sie eine Sortieranlage für ein Barleber Unternehmen und stellten den Stempelautomaten und einen pneumatischen Gewinnspender vor. So lockte das eigens für die Messe entwickelte Spiel zu M+E-Berufsbildern durch die Gewinnmöglichkeit viele Besucher an.

Die Betreueraufgabe übernahm in diesem Jahr Hans-Joachim Frey für das Schüler-Institut. Für ihn war das Neuland, aber er zeigte sich schwer beeindruckt vom professionellen Auftreten der SITI-Mitglieder.

Pascal Pehl und Felix Heinrich sind inzwischen als zweite Generation der Havelberger Gießer genauso versiert wie ihre Vorgänger und gestalteten das Aktionsprogramm von "Sachsenmetall" aktiv mit. Mit diesen Erfahrungen werden beide am Ende des Schuljahres sicher gute Chancen in der Berufsausbildung beziehungsweise im Studium haben.

Nachfolger werden dringend gesucht

Derzeit suchen sie jedoch dringend Nachfolger für ihre Schülerfirma, die sie noch selbst ausbilden und fit machen wollen für den nächsten Auftritt in Dresden im Jahr 2015 und für andere Aufgaben, die noch bis dahin im Auftragsbuch der Schüler-Gießerei stehen.

Wer also Interesse hat, etwas Außergewöhnliches schon zu Schulzeiten zu machen und somit einen Vorsprung für die Berufsausbildung oder ein Studium haben möchte, ist gern freitags am Nachmittag im SITI, im Havelberger Schulzentrum, gesehen.