Die Heiratsfreude in Havelberg sinkt von Jahr zu Jahr. 36 Ehen wurden 2013 durch die Standesbeamten Steffi Hülse, Mandy Bäker und Rosemarie Busse besiegelt. Im Jahr 2012 waren es noch 40, 2011 gar 55.

Havelberg l "Die Hochwasserkatastrophe zur besten Hochzeits-Jahreszeit wirkte sich natürlich auch etwas auf die Statistik des Vorjahres aus. Denn wegen der mitunter schweren Erreichbarkeit der Domstadt Havelberg haben einige heiratswillige Paare die Eheschließung im Havelberger Standesamt abgesagt. Trotz des Rückganges hatten wir aber wieder viele schöne Hochzeiten sowohl in der St.-Annen-Kapelle als auch im Rathaus", erinnert sich Steffi Hülse. Und auch an einige kleine Besonderheiten. So reiste zum Beispiel ein Pärchen mit dem Fahrrad in der Hansestadt an, um sich hier das Ja-Wort zu geben, ein anderes nutzte dazu den Wasserweg. Bei einer Hochzeit sorgte eine Sängerin für eine zusätzliche schöne Umrahmung, bei einer anderen wohnte ein sehr gut erzogener Hund der Eheschließung seines Frauchens und seines Herrschens bei. Auch das sei selten zu erleben, so die Havelberger Standesbeamte.

Auch Senioren sagten "Ja" zueinander

In der Gunst der Heiratswilligen weiter zugelegt hat die St.-Annen-Kapelle. Sie war 24 Mal Schauplatz einer Eheschließung (20 Mal im Jahr 2012). "In diesem Jahr ist vorgesehen, den Innenraum der Kapelle optisch weiter aufzuwerten, noch festlicher zu machen", informiert Steffi Hülse. Erste Absprachen dazu habe es bereits gegeben.

Im Eheschließungszimmer im Rathaus haben im vergangenen Jahr 12 Paare "Ja" zueinander gesagt.

Was das Alter der Brautleute betraf, sind es 2013 nicht nur ganz junge Pärchen gewesen, die den Bund der Ehe geschlossen haben. 22 Pärchen bewegten sich im Alter von bis zu 40 Jahren und 12 im Alter von 41 bis 65 Jahren. Weitere zwei befanden sich bereits im Seniorenalter. "Zum Heiraten ist es also nie zu spät", schmunzelt die Standesbeamte.

"Die meisten der künftigen Eheleute, die von außerhalb anreisen, haben eine enge Verbindung zu Havelberg. Zumeist ist die Domstadt ihre Heimat, sind sie hier geboren", sagt sie. Der heiratsfreudigste Monat war übrigens der Wonnemonat Mai mit acht Eheschließungen. Der Juli und August folgten mit jeweils sechs. Nicht eine Hochzeit gab es im Januar.

Das sieht 2014 schon anders aus, wo im Januar bereits zwei Eheschließungen stattgefunden haben (siehe Foto). Und optimistisch stimmt, dass es bis jetzt bereits 25 weitere Anmeldungen für das Jahr gibt.