"Winterschlussverkauf" in der Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins. Vom heutigen Dienstag bis zum Donnerstag laden die Mitarbeiter jeweils in der Zeit von 9 bis 15 Uhr zu einem Schuhbasar ein.

Havelberg l "Alles muss raus", sagt Annegret Steffen und meint damit Schuhe in allen Größen und Varianten: "Die ganze Palette für Kinder und für Erwachsene steht zur Verfügung, vom Hausschuh bis hin zum Stiefel." Hauptsächlich habe der Basar winterfestes Schuhwerk zu bieten. In den letzten Tagen hatten sich Mitarbeiter des DRK-Ortsvereins als fleißige Schuhaufbereiter und -putzer betätigt, um ab heute das gesamte Angebot kundenfreundlich präsentieren zu können. "Jeder, der Bedarf an Schuhen hat, ist willkommen: Bedürftige und alle anderen Interessenten", macht die DRK-Mitarbeiterin auf den Zweck der Aktion aufmerksam. Schuhe würden an Jedermann symbolisch für einen Euro das Paar abgegeben. Allein im sonstigen großen Versammlungsraum des DRK-Objektes sind für die drei Verkaufstage rund 350 Paar auf Tischen ausgebreitet worden.

Container sind stets gut gefüllt

In den letzten Wochen und Monaten hatte sich die Kleiderkammer außerordentlich gut mit Schuhwerk aller Art eindecken können. "Unsere Sammelcontainer im gesamten Altkreis waren stets sehr gut bestückt damit", berichtet Annegret Steffen. Jetzt sind die Lagermöglichkeiten erschöpft. Die Winterschuhe müssen raus. "Die Sommerschuhe kriegen voraussichtlich im Mai ihren eigenen Basar", ist zu erfahren.

Aber nicht nur Schuhe können Besucher der DRK-Kleiderkammer bis zum Donnerstag günstig erwerben. Rucksäcke, Koffer, Reisetaschen, Gürteltaschen und viele andere Dinge mehr warten ebenfalls auf einen neuen Besitzer. Die Gäste können in allen Räumen der Kleiderkammer nach für sie Brauchbarem stöbern, natürlich auch nach Bekleidung aller Art. "Was Spielsachen und Plüschtiere für Kinder betrifft, geben wir diese generell kostenlos ab", erklärt Annegret Steffen. Und auch, dass die gleichen Angebote bis zum Donnerstag für die Sozialboutique des DRK in der Havelberger Steinstraße gelten. Allerdings ist die Auswahl dort nicht so groß wie in der Kleiderkammer.

Hilfe für Obdachlose in Berlin

Seit einiger Zeit unterstützt die Havelberger Kleiderkammer übrigens auch ein Obdachlosenasyl in Berlin, "zu dem wir eine gute Beziehung aufgebaut haben", berichtet Annegret Steffen. Insgesamt zehn große Säcke, prall gefüllt mit warmen Wintersachen - Unterwäsche, Pullover, Oberbekleidung, Stiefel etc. - sind als Hilfsgüter für die Obdachlosen bereits in die Bundeshauptstadt gebracht worden. Und auch künftig sollen die Berliner auf die Kleiderkammer in Havelberg zählen können.

Möbel werden immer gebraucht

Was in der Einrichtung derzeit äußerst knapp geworden beziehungsweise gar nicht mehr vorhanden ist, sind gebrauchte Möbel. "Immer wieder gibt es Nachfragen, aber wir können nur ausgeben, was an uns abgegeben beziehungsweise gespendet wird", so Annegret Steffen. "Von der Anbauwand über Kleiderschränke, Couchgarnituren und Sessel bis hin zu Küchenmobiliar ist alles willkommen", sagt sie. Telefonisch ist die Kleiderkammer über die Rufnummer 20730 zu erreichen.